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Die Sonntage unter der Decke, wenn es draußen regnet, wenn die dicken hamburger Regentropfen gegen das Fenster prasseln. Die Spaziergänge um die Alster, an der Elbe entlang, durch die vollgestopfte Schanze, einfach im Park nebenan. Der Blick auf die gegenüberliegenden Balkone, unser Nachbar, der sich ganz sicher allein von Zigaretten und Bier ernährt, die ältere Frau, die immer vor der Tür wartet, um den neuesten Nachbarschaftstratsch loszuwerden und die jungen wilden, die vorne an der Ecke in Jogginghose auf der Fensterbank sitzen und rauchen, Nudeln kochen, laut Musik hören und immer skeptisch schauen, wenn man gegen 18:30 mit vollbepackten Edekatüten an ihnen vorbei schlendert. Die immerimmerimmer zu spät kommende M22 und die überpünktliche U2. Das Sucuk-Brötchen vom Kiosk an der Kellinghusenstraße auf dem nach Hause Weg nachts um halb 4. Das Lächeln des Kioskverkäufers, der schon weiß, dass das nächsten Sommer wieder so sein wird. Der Pärchenauflauf im Holthusenbad, der British Pub, der gar nicht so british ist, aber trotzdem verdammt gutes Bier anbietet. An viel zu langen Schlangen vorm Molotow einfach vorbeigehen können und trotz verständnisloser Blicke ins Thomas Read gehen und den Fotoautomaten besetzen. Oder einfach nur ziemlich viel Snake Bite trinken und furchtbar laut "Don't look back in anger" mitsingen. Die Redaktionstreffen in der Superbude. Die Redaktionstreffen in der Superbude vermissen. Vielviel Limonade trinken und nur noch schwarz tragen. Die schon wieder viel zu späte M22, voll gepackt mit HSV Fans auf dem Weg zum Volksparkstadion. Wir auf einmal mittendrin. Nächte auf dem Balkon und ganz normale Alltagsorgen. Der Typ von Edeka und viel zu selten zum Nespresso Shop kommen. Einfach noch immer kein Fahrrad in dieser Stadt besitzen, Sonnenuntergänge auf der Schwanenwikwiese und Einweg-Grillen im Stadtpark. Viel zu selten im Stadtpark sein, obwohl man gleich nebenan wohnt. Sich immer noch nicht angewöhnt haben, immer einen Regenschirm dabei zu haben. Immer noch auf Anker stehen.

Und Bier am Hafen. Prost mein Hamburg, auf uns!

Auf 937 Tage - oder auf 2 Jahre 6 Monate und 22 Tage.

Auf noch viele mehr.

Kommentare :

  1. Ganz toller Text! Man merkt deutlich, wie sehr du diese Stadt liebst. :)

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  2. Wieder sehr sehr schön! Nach Hamburg komm ich ja immer wieder gerne :) Und ich find ja, dass man Anker immer toller findet.
    Liebe Grüße Katrin

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  3. Wunderschön meine Süße <3 Man merkt jedes Mal wwie 100% Hamburg du bist :) Ich muss unbedingt noch hin >.< Ich drück dich und wünsch dir noch eine fabelhafte Woche :* deine Duni

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  4. Eine Ode an Hamburg. Wunderbar...

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Ich freue mich über ganz viel Liebe, auch über ernst gemeinte Kritik und alles dazwischen <3
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