March(ing in) - Random #20

Zack - März fast rum, zack - Frühling in Deutschland. Hier war ganz schön viel los und eigentlich auch gar nichts. Der Kopf dreht sich weiter im Kreis, die Triebwerke laufen heiß.. entschuldigt, ich wollte auch mal nen coolen rhyme machen, ok? Mit Triebwerke mein' ich meine Beine und mit Heißlaufen mein' ich, dass es ich es grade echt häufiger schaffe laufen zu gehen. Es sei denn ich schlafe mal wieder pro Nacht durchschnittlich 1,5 Stunden. Dann is' immer relativ schwierig, aber geht auch, nur nich' so gut. Merkste selbst, wa? Bisschen durcheinander hier. Zack - der März einmal im Überblick

Wiederentdeckt
Das Peter Fox und Cold Steel Live Album aus der Wuhlheide zu Berlin. Was könnte einen besser auf den Sommer einstimmen und Fenster-Putz-Samstage verschönern? Gibt's auch hier.



Video
Tua. Always. Always Tua. Ich ärgere mich immer noch wie Hechtsuppe (krkr), dass ich nicht nach Frankfurt zum Konzert gefahren bin. Miste in der Kiste, selbst dran schuld. Dann einfach immer und immer wieder die Nächte auf YouTube um die Ohren schlagen und irgendwann die Kosmos Box bestellen.



Album
Es gibt ja selten Alben, auf denen einem wirklich jeder Song zusagt. Vor ein paar Tagen hatte ich hier ganze 3 Alben stehen, habe mich dann aber doch wieder entschieden, zwei davon rauszunehmen. Sie wären diesem Ruf einfach nicht gerecht geworden (SAM mit "Kleinstadtkids" und Ed Sheeran's "Divide"). Dafür hat es eine Gruppe mit ihrer Platte "The Boy Who Died Wolf" aber definitiv in die Tops aller Zeiten geschafft: Highly Suspect! Reinhören!

Bücher
Der König von Berlin - Horst Evers: Als ich auf den ersten Seiten irgendwas von Ratten und Kammerjägern lese, bin ich etwas skeptisch, lasse mich aber ziemlich schnell vom trockenen Humor des Autors einfangen. Witzig, spannend und bis zum Schluss unklar, wer der eigentlich Verbrecher ist.

Der Seelenbrecher - Sebastian Fitzek: Für alle, die schon mal ein Fitzek gelesen haben, brauche ich hier nicht viel erklären. Für alle, die es noch nicht getan haben, auf ein bisschen *räsuper* Psycho und ein bisschen *räusper* Thriller stehen: DO IT! Die Handlung spielt in einem alten psychiatrischen Klinik auf dem Teufelsberg in Berlin. Ein Besuch dort ist für diesen Sommer definitiv geplant, ebenso wie der Fakt, dass ich dort nicht alleine hochklettern werde, geschweige denn im Dunklen. Just sayin'


Berlin, Berlin.
Once again und sicher auch nicht das letzte Mal. Bedeutet für mich gerade einfach Abschalten, Runterkommen, Durchatmen. #weekendgetaway Aber auch Lachen und feststellen, dass man sich die meisten Leute schon echt aussucht, weil sie selbst genau so bekloppt sind (und die gleiche Schlafhose von H&M haben) wie man selbst - ein riesiger Liebesgruß geht raus an Caroline! (I bims, saufm vong Flatrate her <3)



P.S. Hat jemand mitgezählt, wie oft hier heute das Wort "Berlin" gefallen ist? Mein Hamburg, ich lieb dich sehr, nimm's mir nicht krumm. Der letzte Post handelte nur von dir!

937

Die Sonntage unter der Decke, wenn es draußen regnet, wenn die dicken hamburger Regentropfen gegen das Fenster prasseln. Die Spaziergänge um die Alster, an der Elbe entlang, durch die vollgestopfte Schanze, einfach im Park nebenan. Der Blick auf die gegenüberliegenden Balkone, unser Nachbar, der sich ganz sicher allein von Zigaretten und Bier ernährt, die ältere Frau, die immer vor der Tür wartet, um den neuesten Nachbarschaftstratsch loszuwerden und die jungen wilden, die vorne an der Ecke in Jogginghose auf der Fensterbank sitzen und rauchen, Nudeln kochen, laut Musik hören und immer skeptisch schauen, wenn man gegen 18:30 mit vollbepackten Edekatüten an ihnen vorbei schlendert. Die immerimmerimmer zu spät kommende M22 und die überpünktliche U2. Das Sucuk-Brötchen vom Kiosk an der Kellinghusenstraße auf dem nach Hause Weg nachts um halb 4. Das Lächeln des Kioskverkäufers, der schon weiß, dass das nächsten Sommer wieder so sein wird. Der Pärchenauflauf im Holthusenbad, der British Pub, der gar nicht so british ist, aber trotzdem verdammt gutes Bier anbietet. An viel zu langen Schlangen vorm Molotow einfach vorbeigehen können und trotz verständnisloser Blicke ins Thomas Read gehen und den Fotoautomaten besetzen. Oder einfach nur ziemlich viel Snake Bite trinken und furchtbar laut "Don't look back in anger" mitsingen. Die Redaktionstreffen in der Superbude. Die Redaktionstreffen in der Superbude vermissen. Vielviel Limonade trinken und nur noch schwarz tragen. Die schon wieder viel zu späte M22, voll gepackt mit HSV Fans auf dem Weg zum Volksparkstadion. Wir auf einmal mittendrin. Nächte auf dem Balkon und ganz normale Alltagsorgen. Der Typ von Edeka und viel zu selten zum Nespresso Shop kommen. Einfach noch immer kein Fahrrad in dieser Stadt besitzen, Sonnenuntergänge auf der Schwanenwikwiese und Einweg-Grillen im Stadtpark. Viel zu selten im Stadtpark sein, obwohl man gleich nebenan wohnt. Sich immer noch nicht angewöhnt haben, immer einen Regenschirm dabei zu haben. Immer noch auf Anker stehen.

Und Bier am Hafen. Prost mein Hamburg, auf uns!

Auf 937 Tage - oder auf 2 Jahre 6 Monate und 22 Tage.

Auf noch viele mehr.

Beruhige dich!

"Langsam, ganz langsam, Mädchen, jetzt bloß nicht die Fassung verlieren. Mach erst mal die Augen auf und atme ganz tief durch, ein und aus, ein und aus. Bloß nicht reinsteigern jetzt, hast du gehört? Ein und aus." Es ist mitten in der Nacht und ich spreche mal wieder mit mir selbst. Dieser Traum war schon der zweite seiner Art innerhalb der letzten Woche. Du, ich und irgendjemand - nein - irgendeine. Ich liege da, du mit dem Kopf auf meiner Schulter und deiner Hand in ihrer. Vollkommener Unsinn. Vollkommener Unsinn. Sie gibt es nicht. Uns auch nicht, nicht so richtig jedenfalls, nur hin und wieder in meinem Kopf, in den Träumen und Abschweifungen und wenn ich mal wieder die falsche Musik höre.

Ich war noch nie eine große Traumdeuterin, habe da nie reininterpretiert. Der Kopf verarbeitet halt einfach viel mehr, als man selbst mitbekommt. Vom Rennen und nicht von der Stelle kommen, erzählen mir meine Freundinnen, vom Zähne verlieren, vom Fliegen können und vom Fallen. Das wären wiederkehrende Träume, die alle mit dem Alltag zu tun hätten, mit Problemlösung und Verlustängsten, Schlüsselmomenten und mit Scheitern. Ganz bestimmt habe ich das alles auch schon mal geträumt, aber in Erinnerung bleibt es mir nicht. Ich erinnere mich nur immer an die großen Träume, die aus denen ich weinend in der Nacht hochschrecke und die, für die ich noch mal 5 Minuten die Augen zumache, um weiterträumen zu können - die Extreme - die Träume, die so fernab von der Realität sind und die jenigen, die sich fast wie dieselbe anfühlen, fast schon ein Blick in die Zukunft sind.

"Mach deine Augen wieder zu, du dummes Ding, und schlaf einfach weiter. Beruhige dich."

Uns gibt es nicht. Jedenfalls nicht so richtig.