Musik & Du. 018 - Take back your Happiness

Yoyoyo ihr Sonnenanbeter, alles senkrecht? Ist ja gut, is Montag, ich weiß. Und zum diesmonatigen Thema passt "Happiness" sowieso nicht. also bleiben wir auf dem Boden der Tatsachen und widmen uns der Melancholie zu.

Mein Song
Stellt euch einen regnerischen Samstag vor, in Hamburg. Von meinen Zimmer aus blicke ich direkt auf die leere Straße, die gegenüberliegende Häuserfront und gelegntlich auf einen bunten Regenschirm, der aussieht, wie ein Pixelfehler. Die Motivation? Schon am letzten Abend verloren gegangen. Die Laune? Sinkt exponentiell mit der Uhrzeit. Ich möchte mich den restlichen Tag unter meiner Bettdecke verkrichen, die Füße ab und zu rausstrecken, wenn es zu warm wird und nur aufstehen müssen, wenn der Tee leer ist. Und genau das mache ich, liege da und höre LEA's wundervoller Stimme zu. Wie sie mich mitnimmt, wegträgt mit meinen Gedanken, so als würde nichts anderes mehr wichtig sein. Und mit dem Lied "Vakuum" (klick zum Anhören) kommen auch meine Tränen, tanzen über meine Wangen, eigentlich ohne Grund. Manchmal braucht man das, manchmal muss das sein, ob mit oder ohne passende Anekdote, ob mit oder ohne Liebeskummer. Manchmal braucht man eben die Melancholie.

P. S. Kennt ihr LEA eigentlich schon? Es ist mir nicht nur ein persönliches Anliegen, dass diese wunderbare Dame noch mehr gehört wird, weil sie auch ein Hessenmädchen ist, sondern weil mich schon lange keine deutsche Musik mehr so umgehauen hat, wie die von LEA. Kein Wunder, dass Yvonne und ich neulich auch in der ersten Reihe bei ihrem Gig im Häkken standen und jede Zeile mitsingen konnten. Hier geht's zu ihrem Debutalbum Vakuum.


Musik: Champaigne x Cocaine x Gasoline

Eventuell bin ich seit ich das neue Album von Panic! at the Disco (ja, ihr lest richtig!!!1!elf!1) gehört habe wieder 15 und ein bisschen Emo. Okay, ich gestehe. Damals fand man mich auf SchülerVZ unter dem Namen "Maribel.Princess.Core", auf meinem Eastpak prangte ein großes Anarchy-Patch, von dem ich keine Ahnung hatte, was es eigentlich bedeutet und durch meine Gehörgänge schallte lediglich Musik von (vorzugsweise) American Boys in Skinny Jeans. #sorrynotsorry

Liebeskummer wurde standardmäßig mit langsamen und leichten Männerstimmen besiegelt, das einer Freundschaft sowieso. Jeder Streit wurde mit harten Gitarren und schnellen Drums ausgetragen und im Sommer gab es Nackenschmerzen vom Headbangen. (Vielleicht habe ich das heute auch manchmal noch.) Auf meiner eigenen Piczo.com Seite dokumentierte ich tagtäglich und feinsäuberlich meine neuen Bandlieben, Lieblingslieder und die "Wer ist am heißestens"-Liste der Frontsänger wurde länger und unübersichtlicher. Kurz gesagt: Ich war voll drin!

Und bevor ihr den letzten Nagel in meinen Sarg hämmert: Wer will mit auf's Panic! Konzert im November? Krkrkrkrkr.



Und weil's so schön ist, noch ein paar Bilder von meinem jungen Ich hinterher! Und warum eigentlich immer der Mittelfinger?


How to plan a Bachelorette Party

Letztes Jahr wurde mir die Frage aller Fragen gestellt: Willst du meine Trauzeugin sein? Natürlich könnt ihr euch meine Euphorie und gleichzeitig meine Antwort vorstellen: JA. JA. JA! Doch was im Nachhinein alles so auf einen zukommt, wird man sich meistens (meistens vor allem.. als hätte ich das schon zig mal gemacht) erst bewusst, wenn es schon fast zu spät ist. Das größte Thema dabei ist natürlich der Junggesellinnenabschied und wie ich diesen geplant habe und was ihr alles bedenken solltet, wenn ihr auch mal soweit sei, erfahrt ihr jetzt.

Zeit ist alles!
In vielen Dingen ist meine Selbsteinschätzung gleich null. Vor allem was Größen, Abstände und Zeiten angeht bin ich eher so die Niete. Dieses Mal dachte ich aber: Organisieren? Kannste! Das wird schon. Es wurde, aber zum Ende hin war es der reinste Stress, da ich mich zeittechnisch total vertan hatte. Meine Devise: Ich plane alles - der Rest sagt nur noch: Bin dabei/Bin nicht dabei. Aber mein Tipp an euch: Plant mehr Zeit ein, als ihr glaubt zu brauchen, ehrlich. Ihr werdet es mir danken.

Brainstorming und To-Do Liste machen!

Als aller erstes und auch schon ziemlich früh stand meine kleine Liste mit Dingen, die ich gerne bestellen, organisieren und umsetzen wollte. Dafür klärte ich als aller erstes unser Budget mit den anderen Mädels ab, um zu wissen, mit was ich kalkulieren konnte.
  • Location? - Bei einer Freundin Zuhause, Check!
  • Wer kommt alles? - 8 inkl. Braut!
  • Bauchladen oder kein Bauchladen? - Nope!
  • Spiele? - Spontan!
  • T-Shirts? - Nope!
  • Goodie Bags? - Check!
  • Fotoshooting? - Check!
  • Essen? - Check!
  • Feiern? - Spontan!

Bauchladen oder nicht Bauchladen? - Das ist hier die Frage!
Diese Entscheidung war wohl am einfachsten zu treffen. Ich hatte kein Bock auf Peinlichkeiten und Bauchladen und was noch viel wichtiger war, die Braut auch nicht. Somit stellte sich die Frage, in eine andere Stadt zu fahren, auch nicht. Ruhe und Gemütlichkeit kann man in seiner eigenen Stadt auch haben. Kleinere Spiele hatte ich angedacht, jedoch nichts fest geplant. Und ob das Wetter überhaupt mitspielen würde?

Team Braut!

Jeder JGA ist aus der Ferne klar zu erkennen: Meistens doch recht hässliche und einfallslose T-Shirts, ein rosa Tutu oder Brautschleier, Schärpen, Kostüme - laaaaaaaaaaangweilig und vor allem einfach nicht mein Stil. Doch um trotzdem die Zusammengehörigkeit zu demonstrieren, musste ich mir etwas einfallen lassen. Mein Plan waren "Festivalbändchen" mit eigenem Design, das ich soweit auch schon vorbereitet hatte. Das Problem? Die meisten Shops bieten so etwas erst ab einer Mindestabnahmemenge von 100 Stück an und die, die auch einzelne Bändchen hergestellt hätten, wären unwahrscheinlich teuer gewesen. Meine Last Minute (wirklich die aller letzte Minute) Idee waren dann selbstgemacht Armbänder. Idee? Super! Umsetzung? FITZELKRAM!! Hatte ich erwähnt, dass man sich immer mehr Zeit einplanen sollte, als man denkt?

Goodie Bags!
Inspiriert von Pinterest und meinen früheren Kindergeburtstags-Partys bestellte ich einigen Kleinkrams, den ich in sogenannte Goodie Bags packen konnte. Als Bag dienten kleine rosa-weiße Popcorntüten, in die ich neben Hochzeittorten-Seifenblasen und einem Wegschnaps, Dinge wie Taschentücher, Blasenpflaster, ein bisschen Traubenzucker um wach zu bleiben und die Armbänder packte. 

We are so pretty, oh so pretty!

So ganz ohne Tätigkeit (neben Sekt und Apfelwein) wollte ich den Tag dann aber auch nicht vergehen lassen. Stripper, Pole-Dance-Kurs oder Kosmetikbehandlung lagen etwas über unserem Budget und sowieso neben unserem Geschmack. Also überlegte ich mir etwas, das vor allem der Braut viel Spaß bereiten dürfte. Da meine Vanessa hobbymäßig modelt (und das ziemlich gut), schrieb ich kurzerhand einige Fotografen aus der Umgebung an und fand schlussendlich die wundervolle Sylvia Schaffrath, die uns diese wundervollen Bilder bescherte. Wir waren uns sehr schnell einig, dass die blühende Magnolie vor dem Gießener Stadttheater einen wunderbaren Hintergrund bieten würde und was soll ich sagen.. seht selbst!

Nomnomnom!
Den ganzen Tag nur von Apfelwein zehren. Das geht, aber wird auf Dauer ja auch langweilig. Deshalb delegierte ich ein paar Mädels Snacks für Zuhause zu machen und ich selbst kreierte meine ersten, dafür gar nicht mal so schlecht gewordenen, Cake-Pops. Bevor es losgehen sollte zum Tanzen brauchten wir aber natürlich noch eine kleine Stärkung. In Gießen gibt es, zugegeben, nicht mal halb so viel Auswahl an tollen Sachen, wie in Hamburg. Das war damals nie ein Problem für mich, doch wenn man zwei Jahre lang diese grandiose Vielfalt gewöhnt ist, naja, dann kann es ein bisschen schwierig werden. Doch eigentlich fiel die Entscheidung dann doch recht schnell: Gutburgerlich - was sonst? Wir bestellten vor und holten das Essen einfach nach Hause. So konnten wir noch einmal ausspannen, bevor es weiter gehen sollte.

Ich will tanzen!

Das gleiche Problem wie mit dem Essen, gab es (zumindest in meinem Kopf) auch mit dem Feiern. Nachdem wir uns aber erst einmal sortiert hatten und den verhassten Apfelbaum hinter uns gelassen hatten, tanzten wir restlichen vier Übergebliebenen noch bis früh am Morgen. Immer mit dabei? Die Einwegkameras.

Was am Ende für mich zählte, war dass Vanessa einen schönen Tag und Abend hatte und ihn in vollen Zügen genießen konnte, sich keine Gedanken um irgendwas machen musste und ihren Status als Braut gebührend feierte. Das Feedback war durchweg positiv und ich bin wirklich froh, dass es so verlaufen ist, aber auch ein bisschen, dass ich es hinter mir habe. Zumindest bin ich nun gerüstet, sollte ich jemals wieder Trauzeugin sein.

Die bittersüße Melancholie - Musik & Du. Mai 2016 - 018

Das war ja trotz langer Abwesenheit meinerseits ein voller Erfolg letzten Monat. Ich seh schon, ihr habt Musik & Du. genau so gerne wie ich, mh? Deswegen will ich euch auch gar nicht lange auf die Folter spannen und fange direkt mit dem neuen Thema für diesen Monat an.

So schön das Wetter ist, so toll die Sonne scheint und die Nachbarn schon zum dritten Mal in Folge den Grill anschmeißen.. so schön das alles ist, manchmal hat man einfach "einen melancholischen". Manchmal ist einem einfach nach Weinen zumute, ohne zu wissen warum eigentlich. Das mögen hie und da die weiblichen Hormone sein, aber manchnmal ist es auch einfach nur die bittersüße Melancholie, die einen wieder einholt, die einen an all die schlimmen, dummen, schmerzhaften Dinge denken lässt, die einen wirklich versinken lässt.

Die bittersüße Melancholie