Inspireland: Von Howth und Maut

An unserem vorerst letzten Morgen in Dublin möchte ich eigentlich gerne noch einmal in die Stadt, um die Bibliothek der Universität zu besuchen unser dann doch sehr knappes Zeitfenster belehrt mich dann aber doch eines Besseren. Am Abend zuvor hatten uns Jason & Freddy, unsere zauberhaften Airbnb Hosts geraten im Brazen Head frühstücken zu gehen. Der kleine Pub gilt als ältester Pub Irlands, oder zumindest Dublins, oder zumindest behauptet er das von sich. Da wir gerade mal fünf Minuten zu Fuß brauchen, sind wir bereits vor Öffnung des Pubs dort. Ein bisschen zu früh, sogar für unseren deutschen Geschmack und weil mir das schon fast etwas unangenehm ist, laufen wir noch ein paar Meter an der Liffey entlang, um die Zeit zu überbrücken. Als sich die Tore öffnen, sind wir die ersten. Die Besitzer, sichtlich noch etwas verschlafen von der letzten Nacht, kümmern sich jedoch herzallerliebst um uns und das Frühstück - irisch - schmeckt uns ganz ausgezeichnet. An den Wänden hängen unzählige Geldscheine, beschriebene Servietten, Polizeiabzeichen und andere Mitbringsel aus der ganze Welt und wir fühlen uns auf Anhieb wohl.

Teenage Dream: Panic! at the Disco, 15.11.2016 Docks

Ich muss gestehen als ich hörte, dass Panic! at the Disco wieder ein neues Album rausgebracht hätten, war ich nicht annähernd so begeistert, wie ich es noch vor zehn Jahren gewesen wäre. Schon vor drei Jahren hatte ich es mit Release von Too Weird to Live, Too Rare to Die! versucht mich wieder in die Musik einzuhören, aber keines der zehn Lieder hat es geschafft mich einzufangen, nicht mal das, vom Rest der Fangemeinde, so gefeierte "Girls/Girls/Boys".

Anfang diesen Jahres jedoch hatte ich mich satt gehört an Hip-Hop und an der Justin Bieber Playlist im Büro. Ich konnte keine neuen Sachen mehr ertragen. Also durchforstete ich kurzerhand die Emo-Post-Hardcore-Metal-WasweißichwasdasallesfürGenressind Welt von Spotify und erstelle mir meine eigene, musikalische Rettungsweste. Ganz vorne mit dabei, ganz klar, "I write Sins not Tragedies". Und plötzlich hatten sie wieder meine Aufmerksamkeit. Zwei Klicks später hatte ich das neue Album auf den Ohren und nach zwei weiteren Stunden des Auf- und Abhörens mindestens vier Ohrwürmer.


Winter Bucket List 2016

Auch wenn in Hamburg gerade wieder sommerliche Temperaturen (13 Grad) herrschen, können wir es alle nicht leugnen - Winter is coming here! Einen knappen Monat noch bis ich wieder unter dem heimischen Weihnachtsbaum *hust* der heimischen Weihnachtspalme sitze (meine Mutter und Tante - ihres Zeichens Zwillingsschwestern - weigern sich seit ein paar Jahren einfach strikt gegen eine Tanne), mir mit Onkel und Cousin Witze und liebevolle Beleidigungen um die Ohren schmeiße, ich etwas über 5 Zentimeter schrumpfe, weil die Hitze unter meinem geliebten Christmas-Jumper nicht nur meine Ohren zum Glühen bringt und ich von A nach B hetze um möglichst viele Leute in kurzer Zeit wiederzusehen. Das klingt alles etwas gestresst. Ist es auch. Weihnachten wird für mich immer etwas schön stressiges sein, eine permanente Erinnerung, dass meine Familie aus zwei Teilen besteht, zwischen denen ich mich stets hin und her bewegen muss, um beiden gerecht werden zu können. Und doch strahlt die vorweihnachtliche und winterliche Zeit eine nicht greifbare Ruhe aus.

Schon letztes Jahr habe ich euch in einer kleinen Winter Bucket List verraten, was ich an den kalten Tagen so vor habe. Ein bisschen was ist auch dieses Jahr wieder dabei, weil (kennt man) man ja dann doch immer nicht alles schafft, was man sich so vornimmt. Aber seht selbst!

Am Wochenende öfter mit Freunden brunchen (gehen)

Die letzten Wochenenden habe ich immer mindestens einen Tag mit meiner Freundin Maria verbracht. Naja, zumindest wenn sie im Lande war. Sonntagsbrunch im Café Geyer, eingemummelt in unsere Jacken aber dafür mit der Sonne im Rücken, Samstage Zuhause mit einem voll gedeckten Küchentisch oder auch gerne mal bei einem 3-Gänge Menü im Tiefenthal. Danach ist man glücklich, satt und einfach entspannter.

10 Geschenke für deine Nerd-Freundin / RADBAG Gewinnspiel

Für mich fängt die Zeit des Schenkens nicht erst im Dezember an, sondern zieht sich eigentlich durchs ganze Jahr. Doch wer seine Weihnachtsgeschenke lieber schon ein paar Tage früher kaufen will - ich meine, immerhin gibt es auch schon Spekulatius und Weihnachtsmänner in den Supermarkt Regalen - für den habe ich jetzt 10 wirklich gute Geschenkideen, die nicht nur für Männer attraktiv sind. (Pssst, ganz unten könnt ihr auch selbst noch etwas gewinnen!)

1. Todesstern Moodlight
Ich brauchte schon lange ein Licht für meinen "Evening Place" und da schien mir dieses hier perfekt. Ich bin auf jeden Fall absolut begeistert! *klick*


Die volle Herbst-Breitseite - Musik & Du. 21 Sammlung

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich stecke von Kopf bis Fuß im Herbst. Dank der Vitamin D Päckchen, die mir meine Kollegin überlassen hat, macht mir die Dunkelheit noch nicht allzu viel aus, doch die vielen Stunden mit Büchern auf unserem Balkon wurden nicht zuletzt wegen des Gerüsts vor unserem Haus nach innen verlegt, dafür mit Tee, Wärmflasche und Todessternlampe. Es freut mich auch sehr, dass diesen Monat wieder ein paar mehr mitgemacht haben. Also nichts wie ran an unsere Herbstplaylist 2016!


Like a Ghost - Mein Musik & Du. Herbstlied

Ich bin seit langem mal wieder in der Heimat. Also so richtig. Mit alleine durch die Gegend fahren, Sonntags nicht wieder zurück müssen und Apfelwein im Ulenspiegel am Montag. Als ich die Kupplung trete und in den nächsten Gang schalte um zu Beschleunigen, ziehen die Felder der umliegenden Bauernhöfe an mir vorbei, hier und da säumt ein Apfelbaum den Straßenrand und über den Häusern des nächsten Dorfes in der Ferne, sieht der leichte Hochnebel aus, als tanze er mit den Schornsteinen. Ich schalte das Radio ein, stelle auf CD um und lehne mich zurück - endlich daheim - 4, 5 und da ist sie, die Nummer 6 - Hallo Herbst!


Travel Tag #2: Postkarten-Mädchen

Latha Math meine Padawane. Um wieder ins Bloggen reinzukommen, gibt es nicht besseres als einen Tag. Vor einiger Zeit hatte meine Freundin Maria schon einmal aufgerufen im Rahmen des "Liebster Award" 11 Fragen rund ums Reisen zu beantworten (Hier kommt ihr zu Teil eins) und deswegen freue ich mich umso mehr, dass ich dieses Mal auch wieder dabei bin.

1. Wohin ging deine allererste Reise und welche Erinnerung verbindest du damit?
Meine allererste Reise ging als kleiner Stöpsel von nicht mal einem Jahr nach Großbritannien, genauer nach Swansea in Wales. Meine Mutter lernte ihre Freundin Sue vor über 30 Jahren in Frankreich kennen und seitdem ist sie eine gute Freundin der Familie. Heute wohnt sie mit ihrem Mann in London. In Wales machte ich meine ersten Schritte, vielleicht ist deswegen immer ein Stückchen Great Britain in mir geblieben. Wann immer ich an diese Reise denke (an die Erzählungen besser gesagt, denn ich war definitiv noch zu klein, um viel Erinnerungen selbst mitzunehmen) erinnere ich mich wieder daran, dass es wirklich wunderschöne, starke Freundschaften gibt, die sowohl Distanz, als auch die Zeit überdauern. Psst! Alle Bilder in diesem Post sind von genau dieser Reise!



Musik & Du. 021 - It's getting colder now

Ich bin ein Sommerkind, durch und durch. Bevor ich friere, schwitze ich lieber und dusche dafür mehrmals täglich (not even a little bit nachhaltig, i know). Scheint die Sonne, bin ich glücklich. Die warmen Nächte verbringe ich auf unserem lauschigen Balkon oder den Beachbars unserer Stadt. Aber irgendwie freue ich mich dieses Jahr ganz wirklich ehrlich richtig doll auf den Herbst. Was heißt ich freue mich darauf? Ich bin froh, dass er so langsam aber sicher wirklich da ist. Die bunten Blätter, die vom Himmel fallen, der Regen, bei dem es so gemütlich ist drinnen am Fenster zu sitzen und ihm zu lauschen und die Kälte, die es mir endlich offiziell erlaubt in Kuscheldecke eingehüllt Tee zu trinken und den ganzen Samstag zu lesen. Bloß die lästigen Ibiza-Sound-Chart-Hits sind noch nicht ganz aus den Spotify Listen dieser Erde verschwunden. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und so picke ich Stück für Stück meine erste gemütliche Herbstplaylist zusammen. Und um das ganze ein bisschen zu beschleunigen und uns alle mit genügend Stoff für die kalten Monate zu versorgen, wird das Ganze einfach unser neues Thema für den Oktober:

Starts to fall -
Ein Herbstlied, durch und durch!
 

True friends stab you in the front - Musik & Du. 020

Wahrscheinlich liegt es einfach daran, dass ich in der letzten Zeit etwas unzuverlässig bin, was das ganze Thema Blog hier anbelangt. Vielleicht haben die meisten mit der Zeit auch den Spaß daran verloren, ich weiß es nicht. Aber irgendwie scheint die Luft bei Musik & Du. irgendwie raus zu sein. Schade, bei diesem Thema hätte ich wirklich gerne vieleviele Lieder gehabt. Habt ihr Vorschläge, Wünsche oder Ideen? Wollt ihr weiterhin mitmachen, oder lieber auslaufen lassen? Ich denke, ich werde es dieses Jahr noch durchziehen, aber dann sollten wir mal dringend schauen, was wir daraus machen.


Symbolbilder: Hamburger Sommer

Den Sommer? Den gibt's hier in Hamburg schon. Und wenn er mal da ist, zelebrieren wir ihn so schön, wie keine andere deutsche Stadt. Der Hamburger Sommer ist kurz aber geil. Klar würden mir 2 - 4 Sonnentage mehr auch gut tun, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein, gelle? In diesem Sinne lasse ich heute die Bilder für sich sprechen.

Musik & Du. 020 - September 2016 - Mittelfinger hoch!

As I promised: Heeeeeere we go again! Und zwar diesen Monat mit einer nicht ganz so schmalzigen Themenidee. Denn Musik ist nicht immer nur schön, erinnert uns nicht immer nur an die glänzenden Momente unseres Lebens. Musik kann auch Schmerz und Kummer ausdrücken, die größte Wut und die bitterste Enttäuschung. Und da ich in der letzten Zeit wirklich genug habe von diesen wischiwaschi-pseudo-gefühlvollen Singern und Songwritern, die gern über Blümchensex und Weltfrieden singen. Versteht mich nicht falsch, ich gehöre keinem bestimmten Genre an, ich höre mich quer durch die Musikgeschichte und es gibt durchaus talentierte Männer und Frauen, die mit ihrer Gitarre umzugehen wissen - aber manchmal brauch man auch einfach mal ein bisschen Auf-die-Fresse-Mukke! You know?

Mittelfinger hoch!
Dieser eine Song zum Sauersein, zum Wutrausschreien und Rachepläneschmieden.


Bock? Ich auf jeden Fall! Ich bin gespannt wie ein Bettlaken auf die Playlist, die dabei wieder rumkommen wird und auf die wir alle schön sauer werden können. Schreibt mir den Link zu euren Beiträgen wie gewohnt bis zum 28. September unter diesen Post. Ick freu mir!

Wer neugierig ist, was in den letzten Monaten und Jahren so los war bei Musik & Du. kann sich vorab auch einmal durch die Spotify-Playlisten hören, oder einfach hier klicken und zur gesamten Übersicht gelangen.

Was ich auf Reisen fürs Leben lernte: Reisen heilt Wunden

Das größte Verlangen, ein tiefer Schmerz, eingeschnappt sein, gebunden sein, die schlimmsten Entscheidungen und pure Trauer, das alles scheint so weit entfernt, wenn du auf Reisen bist. Lass dein Handy im Koffer liegen, setz dir die Kopfhörer mit deiner Lieblingsmusik auf, schließe die Augen und atme einmal ganz tief ein und wieder aus. Wenn du die Augen wieder aufmachst, siehst du nur das Meer vor dir, die Weiten des Ozeans, die hohen Klippen, auf denen die Papageientaucher gerade Anlauf nehmen, um fortzufliegen. Da bist nur du und das Meer. Nur du und das Land, in das du gerade gereist bist. Es hat dich aufgenommen, ganz genau so wie du bist, ohne Vorurteile und ohne lästige Fragen. Es weiß immer ganz genau, wann es laut sein darf und wann es still sein muss. Dieses Land ist wie ein guter Freund, den du nicht oft siehst, aber bei dem du dich aufgehoben fühlst, bei dem du nicht von neuem anfangen musst zu erzählen.


Dirty old Town: Dublin

"Bedrängt man mich um ein Urteil, sage ich sie sei elegant." So zog sich schon Jane Austen's Emma aus der Affäre, ging es darum ein ehrliches Urteil über eine furchtbare Frau abzugeben. Zugegeben, so schlimm steht es nicht um mich um Dublin, doch wer den Rest und vor allem die Südwestküste kennengelernt hat, ist sich deren Vorzüge auch einfach bewusst. Merke: Großstadt ist Großstadt.

Ich kann euch beruhigen. Dublin, oder Baile Átha Cliath (dt. "Stadt an der Hürdenfurt") wie es im irischen heißt, ist eine tolle Stadt. Sie hat Charme und vielviel Geschichte. Doch an der irischen Hauptstadt sieht man schnell, dass das Land viele Jahrzehnte lang sehr, sehr arm war. Viele Gebäude sind, auch mitten in der Stadt, heruntergekommen und verlassen - aber eben auch das trägt zum Charme und zur Ehrlichkeit der Stadt bei. Doch ganz anders als hier zulande werden die Häuser dort nicht wild voll gesprayt. Straßenkunst ist in Irland etwas sehr geplantes und oft sieht man die allerschönsten Bilder an den unerwartetsten Orten.


Musik & Du. 019 - Juli 2016 - Back in time

Hey Partypeeps, ich hab es letzten Monat einfach wieder nicht geschafft. Aber Urlaub und Leben waren dann irgendwie doch wichtiger. Dafür geht es diesen Monat wieder mit einem freshen Thema weiter - ihr merkt, ich bin motiviert. Und ich hoffe das bleibt erst mal so. Je weniger ich schreibe, desto weniger Lust zum Schreiben habe ich, zumindest kommt es mir so vor und das möchte ich auf jeden Fall ändern. Nicht nur hier, auch bei meinem vergnügten Magazin und vor allem auch privat. Erst in Irland, beim Schreiben meines Reisetagebuchs, ist mir wieder aufgefallen, wie sehr mir jeder einzelne Buchstabe fehlt.


Wie oft sitzen wir an einem verregneten Abend alleine am Rechner, stoßen mit Bier mit uns selber an und kramen in den Tiefen unserer externen Festplatten? Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber bei mir passiert das verdammt oft. In 99 von 100 Fällen finde ich dann alte Bilder, Texte, Lieder, die lange verloren geglaubt waren. Gerade bei Musik verbindet man ganz schnell eine gewisse Zeit, ein Jahr oder eine Reise mit dem einzelnen Song. Es gleicht fast schon einer Zeitreise.


Reiseplanung: Von Dublin bis Doolin

Einige von euch haben es schon hier und da gelesen, der Rest konnte es sich wahrscheinlich schon denken: Es geht wieder nach Irland. Ja, das dritte Jahr in Folge zieht es mich auf die grüne Insel zwischen Atlanktik und irischer See. Dieses Mal mit dem Freund, nicht der Familie und einer Menge neuer Orte, die ich entdecken möchte. Wie die grobe Planung aussieht, verrate ich euch in 3, 2, 1...

Der Flug
Als aller erstes buche ich eigentlich immer die Flüge. "Dann biste halt schon mal da, nä?" Von Hamburg aus fliegt leider nicht allzu viel nach Dublin, deshalb haben wir uns erst einmal über Billigflieger.de kundig gemacht, welche Optionen wir überhaupt haben. Da ich es allerdings überhaupt nicht einsehe für einen anderthalb stündigen Flug noch einmal in Frankfurt umzusteigen, entschieden wir uns dieses Mal für Aer Lingus, nicht zuletzt weil über diese Airline ausschließlich Lobeyhymnen gesungen werden. Sogar meine Oma hatte gleich etwas weniger Angst um mich, als sie höre, dass wir mit der irischen Airline fliegen.

"On the Rocky Road to Dublin"
Meine ersten zwei Reisen spielten sich ausschließlich an der Westküste und hauptsächlich im County Kerry ab. Dieses Mal starten wir jedoch schon 2 einhalb Tage in der Hauptstadt des Landes, bevor wir mit dem Mietwagen weiterziehen. Und auch den letzten Abend und die letzte Nacht verbringen wir wieder wieder hier. Ich kann es schon kaum erwarten durch die ganzen belebten Straßen zu laufen, über die Halfpenny-Bridge zu schlendern und vor der Temple Bar zu stehen.  Zwar sind mittlerweile einige Ziele dazu gekommen, doch hier habe ich euch schon mal von einigen Punkten meiner Sightseeing-Tour für Dublin erzählt.

Der Mietwagen
Nachdem wir Dublin erkundet haben, steigen wir in den Mietwagen und begeben uns auf unsere Route. Da die Straßen in Irland im Vergleich zu unseren ziemlich schmal und kurvig sind, war uns natürlich ein Kleinwagen gerade recht. Wenn ich mich an so manche Situation der letzten Jahre erinnere, möchte ich es mir erst gar nicht vorstellen, wie es sein muss, das Land mit einem Camper zu befahren. (Personal Hell). Nach langem Hin und Her haben wir endlich einen Kleinwagen über gruene-insel buchen können, trotz lächerlich hohem Aufpreis, da wir beide unter 26 sind, Selbstbeteiligung und einigen, mehreren Stunden reger Verzweiflung. Let me tell you this: Mietwagen in Irland sind keine einfach Sache! Zumindest nicht unter 26..

Die Route
Zu jedem guten Roadtrip gehört eine, wenigstens halbwegs geplante Route. Da wir weder Unterkunft, noch sonstige Aktivitäten fest gebucht haben, können wir uns ganz entspannt überlegen, was wir wann machen wollen. Natürlich haben wir eine grobe Route, die wir schaffen wollen, doch wenn wir nicht genug von dem einen oder anderen Ort bekommen können, bleiben wir einfach noch etwas länger, ganz entspannt. Von Dublin geht es aber erst mal nach Wicklow und danach direkt bis nach Cork.

Die Unterkunft
Außer die ersten beiden und die letzte Nacht in Dublin haben wir noch nichts gebucht. Hier und da, zumindest auf der Strecke zwischen Glengarriff und Dingle, kenne ich nun schon einige B&B's die ich nicht nur empfehlen kann, sondern wo auch sehr gerne wieder selbst einkehre. Ein paar meiner Lieblinge konntet ihr hier schon einmal bewundern, genau so wie den Grund, warum ich ich Bed & Breakfasts lieber mag, als Hotels.

Musik gefällig?


Bis dann meine liebsten. Für diesen Monat muss Musik & Du. leider wieder ausfallen, aber ich möchte dem ganzen einfach gerecht werden. Und wenn es dafür ein Hammer-Thema gibt nächsten Monat!!

Wer aber nicht still sitzen kann und wem es in den Fingern brennt, der kann mir einfach auf Instagram folgen. Da halte ich euch ganz, ganz sicher auf dem Laufenden!! Sláinte <3

Musik & Du. 018 - Take back your Happiness

Yoyoyo ihr Sonnenanbeter, alles senkrecht? Ist ja gut, is Montag, ich weiß. Und zum diesmonatigen Thema passt "Happiness" sowieso nicht. also bleiben wir auf dem Boden der Tatsachen und widmen uns der Melancholie zu.

Mein Song
Stellt euch einen regnerischen Samstag vor, in Hamburg. Von meinen Zimmer aus blicke ich direkt auf die leere Straße, die gegenüberliegende Häuserfront und gelegntlich auf einen bunten Regenschirm, der aussieht, wie ein Pixelfehler. Die Motivation? Schon am letzten Abend verloren gegangen. Die Laune? Sinkt exponentiell mit der Uhrzeit. Ich möchte mich den restlichen Tag unter meiner Bettdecke verkrichen, die Füße ab und zu rausstrecken, wenn es zu warm wird und nur aufstehen müssen, wenn der Tee leer ist. Und genau das mache ich, liege da und höre LEA's wundervoller Stimme zu. Wie sie mich mitnimmt, wegträgt mit meinen Gedanken, so als würde nichts anderes mehr wichtig sein. Und mit dem Lied "Vakuum" (klick zum Anhören) kommen auch meine Tränen, tanzen über meine Wangen, eigentlich ohne Grund. Manchmal braucht man das, manchmal muss das sein, ob mit oder ohne passende Anekdote, ob mit oder ohne Liebeskummer. Manchmal braucht man eben die Melancholie.

P. S. Kennt ihr LEA eigentlich schon? Es ist mir nicht nur ein persönliches Anliegen, dass diese wunderbare Dame noch mehr gehört wird, weil sie auch ein Hessenmädchen ist, sondern weil mich schon lange keine deutsche Musik mehr so umgehauen hat, wie die von LEA. Kein Wunder, dass Yvonne und ich neulich auch in der ersten Reihe bei ihrem Gig im Häkken standen und jede Zeile mitsingen konnten. Hier geht's zu ihrem Debutalbum Vakuum.


Musik: Champaigne x Cocaine x Gasoline

Eventuell bin ich seit ich das neue Album von Panic! at the Disco (ja, ihr lest richtig!!!1!elf!1) gehört habe wieder 15 und ein bisschen Emo. Okay, ich gestehe. Damals fand man mich auf SchülerVZ unter dem Namen "Maribel.Princess.Core", auf meinem Eastpak prangte ein großes Anarchy-Patch, von dem ich keine Ahnung hatte, was es eigentlich bedeutet und durch meine Gehörgänge schallte lediglich Musik von (vorzugsweise) American Boys in Skinny Jeans. #sorrynotsorry

Liebeskummer wurde standardmäßig mit langsamen und leichten Männerstimmen besiegelt, das einer Freundschaft sowieso. Jeder Streit wurde mit harten Gitarren und schnellen Drums ausgetragen und im Sommer gab es Nackenschmerzen vom Headbangen. (Vielleicht habe ich das heute auch manchmal noch.) Auf meiner eigenen Piczo.com Seite dokumentierte ich tagtäglich und feinsäuberlich meine neuen Bandlieben, Lieblingslieder und die "Wer ist am heißestens"-Liste der Frontsänger wurde länger und unübersichtlicher. Kurz gesagt: Ich war voll drin!

Und bevor ihr den letzten Nagel in meinen Sarg hämmert: Wer will mit auf's Panic! Konzert im November? Krkrkrkrkr.



Und weil's so schön ist, noch ein paar Bilder von meinem jungen Ich hinterher! Und warum eigentlich immer der Mittelfinger?


How to plan a Bachelorette Party

Letztes Jahr wurde mir die Frage aller Fragen gestellt: Willst du meine Trauzeugin sein? Natürlich könnt ihr euch meine Euphorie und gleichzeitig meine Antwort vorstellen: JA. JA. JA! Doch was im Nachhinein alles so auf einen zukommt, wird man sich meistens (meistens vor allem.. als hätte ich das schon zig mal gemacht) erst bewusst, wenn es schon fast zu spät ist. Das größte Thema dabei ist natürlich der Junggesellinnenabschied und wie ich diesen geplant habe und was ihr alles bedenken solltet, wenn ihr auch mal soweit sei, erfahrt ihr jetzt.

Zeit ist alles!
In vielen Dingen ist meine Selbsteinschätzung gleich null. Vor allem was Größen, Abstände und Zeiten angeht bin ich eher so die Niete. Dieses Mal dachte ich aber: Organisieren? Kannste! Das wird schon. Es wurde, aber zum Ende hin war es der reinste Stress, da ich mich zeittechnisch total vertan hatte. Meine Devise: Ich plane alles - der Rest sagt nur noch: Bin dabei/Bin nicht dabei. Aber mein Tipp an euch: Plant mehr Zeit ein, als ihr glaubt zu brauchen, ehrlich. Ihr werdet es mir danken.

Brainstorming und To-Do Liste machen!

Als aller erstes und auch schon ziemlich früh stand meine kleine Liste mit Dingen, die ich gerne bestellen, organisieren und umsetzen wollte. Dafür klärte ich als aller erstes unser Budget mit den anderen Mädels ab, um zu wissen, mit was ich kalkulieren konnte.
  • Location? - Bei einer Freundin Zuhause, Check!
  • Wer kommt alles? - 8 inkl. Braut!
  • Bauchladen oder kein Bauchladen? - Nope!
  • Spiele? - Spontan!
  • T-Shirts? - Nope!
  • Goodie Bags? - Check!
  • Fotoshooting? - Check!
  • Essen? - Check!
  • Feiern? - Spontan!

Bauchladen oder nicht Bauchladen? - Das ist hier die Frage!
Diese Entscheidung war wohl am einfachsten zu treffen. Ich hatte kein Bock auf Peinlichkeiten und Bauchladen und was noch viel wichtiger war, die Braut auch nicht. Somit stellte sich die Frage, in eine andere Stadt zu fahren, auch nicht. Ruhe und Gemütlichkeit kann man in seiner eigenen Stadt auch haben. Kleinere Spiele hatte ich angedacht, jedoch nichts fest geplant. Und ob das Wetter überhaupt mitspielen würde?

Team Braut!

Jeder JGA ist aus der Ferne klar zu erkennen: Meistens doch recht hässliche und einfallslose T-Shirts, ein rosa Tutu oder Brautschleier, Schärpen, Kostüme - laaaaaaaaaaangweilig und vor allem einfach nicht mein Stil. Doch um trotzdem die Zusammengehörigkeit zu demonstrieren, musste ich mir etwas einfallen lassen. Mein Plan waren "Festivalbändchen" mit eigenem Design, das ich soweit auch schon vorbereitet hatte. Das Problem? Die meisten Shops bieten so etwas erst ab einer Mindestabnahmemenge von 100 Stück an und die, die auch einzelne Bändchen hergestellt hätten, wären unwahrscheinlich teuer gewesen. Meine Last Minute (wirklich die aller letzte Minute) Idee waren dann selbstgemacht Armbänder. Idee? Super! Umsetzung? FITZELKRAM!! Hatte ich erwähnt, dass man sich immer mehr Zeit einplanen sollte, als man denkt?

Goodie Bags!
Inspiriert von Pinterest und meinen früheren Kindergeburtstags-Partys bestellte ich einigen Kleinkrams, den ich in sogenannte Goodie Bags packen konnte. Als Bag dienten kleine rosa-weiße Popcorntüten, in die ich neben Hochzeittorten-Seifenblasen und einem Wegschnaps, Dinge wie Taschentücher, Blasenpflaster, ein bisschen Traubenzucker um wach zu bleiben und die Armbänder packte. 

We are so pretty, oh so pretty!

So ganz ohne Tätigkeit (neben Sekt und Apfelwein) wollte ich den Tag dann aber auch nicht vergehen lassen. Stripper, Pole-Dance-Kurs oder Kosmetikbehandlung lagen etwas über unserem Budget und sowieso neben unserem Geschmack. Also überlegte ich mir etwas, das vor allem der Braut viel Spaß bereiten dürfte. Da meine Vanessa hobbymäßig modelt (und das ziemlich gut), schrieb ich kurzerhand einige Fotografen aus der Umgebung an und fand schlussendlich die wundervolle Sylvia Schaffrath, die uns diese wundervollen Bilder bescherte. Wir waren uns sehr schnell einig, dass die blühende Magnolie vor dem Gießener Stadttheater einen wunderbaren Hintergrund bieten würde und was soll ich sagen.. seht selbst!

Nomnomnom!
Den ganzen Tag nur von Apfelwein zehren. Das geht, aber wird auf Dauer ja auch langweilig. Deshalb delegierte ich ein paar Mädels Snacks für Zuhause zu machen und ich selbst kreierte meine ersten, dafür gar nicht mal so schlecht gewordenen, Cake-Pops. Bevor es losgehen sollte zum Tanzen brauchten wir aber natürlich noch eine kleine Stärkung. In Gießen gibt es, zugegeben, nicht mal halb so viel Auswahl an tollen Sachen, wie in Hamburg. Das war damals nie ein Problem für mich, doch wenn man zwei Jahre lang diese grandiose Vielfalt gewöhnt ist, naja, dann kann es ein bisschen schwierig werden. Doch eigentlich fiel die Entscheidung dann doch recht schnell: Gutburgerlich - was sonst? Wir bestellten vor und holten das Essen einfach nach Hause. So konnten wir noch einmal ausspannen, bevor es weiter gehen sollte.

Ich will tanzen!

Das gleiche Problem wie mit dem Essen, gab es (zumindest in meinem Kopf) auch mit dem Feiern. Nachdem wir uns aber erst einmal sortiert hatten und den verhassten Apfelbaum hinter uns gelassen hatten, tanzten wir restlichen vier Übergebliebenen noch bis früh am Morgen. Immer mit dabei? Die Einwegkameras.

Was am Ende für mich zählte, war dass Vanessa einen schönen Tag und Abend hatte und ihn in vollen Zügen genießen konnte, sich keine Gedanken um irgendwas machen musste und ihren Status als Braut gebührend feierte. Das Feedback war durchweg positiv und ich bin wirklich froh, dass es so verlaufen ist, aber auch ein bisschen, dass ich es hinter mir habe. Zumindest bin ich nun gerüstet, sollte ich jemals wieder Trauzeugin sein.

Die bittersüße Melancholie - Musik & Du. Mai 2016 - 018

Das war ja trotz langer Abwesenheit meinerseits ein voller Erfolg letzten Monat. Ich seh schon, ihr habt Musik & Du. genau so gerne wie ich, mh? Deswegen will ich euch auch gar nicht lange auf die Folter spannen und fange direkt mit dem neuen Thema für diesen Monat an.

So schön das Wetter ist, so toll die Sonne scheint und die Nachbarn schon zum dritten Mal in Folge den Grill anschmeißen.. so schön das alles ist, manchmal hat man einfach "einen melancholischen". Manchmal ist einem einfach nach Weinen zumute, ohne zu wissen warum eigentlich. Das mögen hie und da die weiblichen Hormone sein, aber manchnmal ist es auch einfach nur die bittersüße Melancholie, die einen wieder einholt, die einen an all die schlimmen, dummen, schmerzhaften Dinge denken lässt, die einen wirklich versinken lässt.

Die bittersüße Melancholie

Meine krumme Symphonie - Mein Frühlingssong & eure Sammlung - Musik & Du. 017

Ich sitze in der Mittagspause, verdrücke den restlichen Reis vom Vortrag und Spotify läuft mal wieder auf Hochtouren. In der letzten Zeit höre ich mal wieder auf meinen Körper und esse auch erst wirklich dann, wenn ich Hunger habe und nicht schon um 12 Uhr, nur weil da alle essen. Dementsprechend bin ich die einzige im Essensraum und summ ein wenig vor mich hin. "Stressed Out" wird durch meinen brüllenden Chewbacca Klingelton unterbrochen, der mir signalisiert, dass ich eine neue E-Mail bekommen habe. "Caroline von H. hat einen neuen Kommentar zu deinem Post geschrieben." Ich freue mich, dass sie wieder mitgemacht hat, doch das einzige, was ich denken kann ist: "VERDAMMT MARIBEL, du hast schon wieder vergessen deinen eigenen Musik & Du. Beitrag zu schreiben." Auf diesem Wege.. Danke Caroline, dass du mir den nötigen Arschtritt verpasst hast! Du warst nicht die letzte.

Die größten Frühlingsgefühle lösen eigentlich gerade alle Lieder von Bosse in mir aus. Das neue Album schreit einfach gerade zu nach Sonne, Roadtrip mit offenen Fenstern und lautem Mitsingen. Aber eines schreit ganz besonders danach: Krumme Symphonie (feat. Casper)!


What if


An einem gewissen Punkt in deinem Leben warst du genug Teenager. Du entscheidest dich jetzt endlich mal Gas zu geben, dir selbst was Gutes zu tun, dich selbst besser kennen und lieben zu lernen und dein Leben in die Hand zu nehmen. Du ziehst aus, hörst auf zu rauchen, läufst 12 km und hörst auf, ständig rumzumeckern, du lernst 'Nein' zu sagen und auf den Tisch zu hauen, deinen eigenen Plänen zu folgen und nicht dem von anderen. Du bist endlich stolz auf dich und hast es dir bewiesen. Und anderen bewiesen. Und wenn diese eine Person es wüsste, hättest du es auch ihr bewiesen. Du lässt dich wieder etwas gehen und ruhst dich auf deinem Erfolg aus. Du bist auf einmal irgendwie fein - mit dir, deinen Freunden, deiner Beziehung, deinem Job.

An genau diesem Punkt in deinem Leben solltest du vollends glücklich sein - mit dir, deinen Freunden, deiner Beziehung, deinem Job - und für einen kleinen Moment scheint es auch so zu sein. Doch an genau diesem Punkt, an dem alles gut zu laufen scheint, kommen die Zweifel wieder zurück. In dem Moment, in dem du aufgehört hast zu rotieren, fängst du wieder an zu denken. Die verschwunden Kilos kommen zurück, als wären sie von der Waage eigens bestellt und sogar noch vor vereinbarten Lieferdatum zugestellt worden, alte Gewohnheiten schleichen sich schneller ein, als du Rhabarberkuchen sagen kannst und vergangene Gefühle schlagen mit Lichtgeschwindigkeit in deinem Herz ein.

Dann sitzt du an genau diesem Punkt in deinem Leben da und das einzige, was du noch denken kannst ist:

Du bist nicht gut genug.
Du bist nicht gut genug.
Du bist nicht gut genug.
Du bist es einfach nicht.

Du schaust in den Spiegel und siehst wieder das kleine 16-jährige Mädchen, das alle mit ihren wirren Gedanken nervt, das Aufmerksamkeit braucht und nicht vor Lügen zurückschreckt, nur um an ihr Ziel zu kommen. Du siehst auf einmal all die schlechten Sachen, die du einmal warst, nie wieder sein wolltest, die du Jahre lang im hintersten Teil deines Gedankenpalastes verbarrikadiert hast. Und dann denkst du, dass du wieder genauso bist. Du stellst alles in Frage und zweifelst alles an - dich, deine Freunde, deine Beziehung, deinen Job.

Was wäre wenn.. was wäre wenn dies, was wäre wenn das. Was wäre, wenn du einfach mal in den richtigen Spiegel blickst? In den neuen, glänzenden. Zerbrich den alten und sammle die Scherben auf, nur um sie in noch viel kleinere Teile zu brechen, sodass du nie wieder auch nur einen klitzekleinen Teil von dir dort drin sehen kannst.

HÖR VERDAMMT NOCH MAL AUF, AN DIR ZU ZWEIFELN!
HÖR VERDAMMT NOCH MAL AUF, AN DIR ZU ZWEIFELN!
HÖR VERDAMMT NOCH MAL AUF, AN DIR ZU ZWEIFELN!
HÖR VERDAMMT NOCH MAL AUF, DICH SCHLECHTER ZU MACHEN ALS DU BIST!

Wo aus Reisen Liebe wurde: Blogparade Reisebegegnungen

Auf Reisen lernt man eine ganze Menge. Das ist uns spätestens nach dem Hype, den diese Leidenschaft ausgelöst hat, klar. Überall liest man von anderen Kulturen und Sprachen, von abgefahrenen Orten und ausgelatschten Wanderschuhen und vor allem vom Sichselbstfinden und Sichselbstbesserkennenlernen. Was mir am Reisen aber am meisten Freude bereitet? Andere Menschen kennenzulernen, ihre Geschichte und die Sicht auf ihr Drumherum. So erfährt kann man viel schneller und besser in das jeweilige Gefühl des Landes eintauchen.

Als ich Arianes Aufruf zur Blogparade: Reisebegegnungen gelesen habe, war mir mein Thema eigentlich sofort klar. Irland, der Bootsjunge und Blumenpflücker. Abends im Pub über die irischen Frauen philosophieren und bekannte Orte ganz anders erleben. Und ganz vorne mit dabei: Wenn man ausmacht, dass man sich zu einer bestimmten Uhrzeit irgendwo trifft, bedeutet das noch lange nicht, dass es ausgemacht ist. So sitze ich also vor dem weißen Blatt auf meinem Bildschirm und denke darüber nach, wie ich wohl am besten anfange und dabei wird mir klar, dass ich eine Begegnung eigentlich viel wichtiger und für mein Leben ausschlaggebender finde.

Urlaub ohne die Familie

Im Sommer 2008 entschließe ich mich zum ersten Mal nicht mit meiner Familie an die Ostsee zu fahren. Für den Herbst, eine Woche im Oktober genauer gesagt, habe ich mit einer Freundin eine Reise in ein kleines, spanisches Dorf geplant. A's Großeltern haben dort ein Haus, mit Pool und Blick aufs Meer, mit Sonnenterrasse und bloß einer knappen Stunde Fahrt bis Barcelona. Im grauen und herbstlichen Deutschland verpassen wir fast unseren Flug und wachen am nächsten Tag bei beinahe 30 Grad im sonnigen Pals auf. Den Tag verbringen wir am Pool und laufen runter zum Meer, streifen durch die steilen Gassen und erkunden den Weg bis zum einzigen Supermarkt weit und breit.

Nach einigen heimlich gerauchten Zigaretten, Sprüngen ins kühle Nass, frischen Muscheln zum Abendessen und dem ersten Twilight-Buch, schnappen wir unsere Badesachen und wollen den wolkenlosen Himmel direkt am Strand genießen. An der Promenade erspähen wir einen ersten Blick auf die große Sandfläche. Außer uns ist noch jemand da. Zwei Jungs, ein blonder, ein dunkelhaariger liegen in einiger Entfernung zu unserem angestammten Platz. Wir diskutieren und entscheiden uns schlussendlich dafür, einfach mal rüber zu gehen und Hallo zu sagen. Wir sind 15 und fühlen uns wie mindestens 18, als wir tatsächlich eine Verabredung mit den beiden für den Abend ausmachen. Das witzige daran? Die beiden kommen tatsächlich auch aus Deutschland. Man könnte jetzt meinen, dass das eine ganz schön langweilige Reisebegegnung sei. Immerhin haben wir dadurch nicht unbedingt mehr vom Land oder der Kultur mitbekommen. Doch was sich aus dieser Begegnung entwickelt, wird mich von da an und bis zum heutigen Zeitpunkt begleiten.

Unerhofft kommt oft

F. und L. kommen aus der Nähe von Kiel, erzählen sie. Ganz aufgeregt frage ich, ob sie wohl Eckernförde kennen. Nun ja und wie es der Zufall will, kommen die beiden genau von dort. Gefühlt habe ich jeden Sommer meines Lebens in der kleinen Hafenstadt an der Ostsee verbracht, fühlte mich irgendwie immer heimisch, aber kannte einfach nie einen. Anscheinend muss man erst mal ans andere Ende des Kontinents fahren, um die richtigen Menschen kennen zu lernen. Den restlichen Abend verbringen wir mit Sangria in der ebenfalls einzigen Strandbar des Ortes, krackseln einen Bademeister-Hochturm hinauf und unterhalten uns unterm Sternenhimmel über den Norddeutschen Dialekt und Damion Davis.

Auch die nächsten Tage und Abende verabreden wir uns immer wieder, betrinken uns um 12 Uhr mittags mit einem spanischen Erdbeerlikör und werfen uns gegenseitig riesige Sandberge hinunter. Was wir bei der Abreise wollen? Freunde bleiben. In den darauf folgenden Jahren sind A. und ich keine Freundinnen mehr. Auch von L. hört man nichts mehr. Nur F. und ich halten regelmäßig Kontakt. Ich fange wieder an mit meiner Familie nach Eckernförde zu fahren und F. stellt mir seine Freunde vor. Auch aus ihnen werden Freunde, aus einem Freund wird die erste große Liebe und der erste große Herzschmerz. Und aus einer flüchtigen Bekanntschaft wird eine großartige Freundschaft, aus der sich mit der Zeit auch meine wundervolle Beziehung entwickelt.

Diese Reisebegegnung war kein pures Abenteuer, nicht besonders lehr- oder aufschlussreich, aber sie hat mehr in meinem Leben verändert, als alle anderen bisher und ist mir die liebste.

It's back: Musik & Du. 017 - Spring is nature's way to say "Let's Party!"

Laaaadiiiiiiiiiies and Gentleeeeeeemen, Musik und Du. ist wieder back im Biz! Einmal alle kurz innehalten und applaudieren, bitte. Danke. Eigentlich war der Plan auch nur einen Monat Pause zu machen, aber der neue Job und meine momentan fehlende Kreativität (sie kommt so langsam aber sicher wieder) hatten mich einfach zu sehr unter Kontrolle. Umso schöner ist es aber doch in voller frische und neuem Elan an die ganze Sache zu gehen. Und spätestens, als das liebe Merchmädchen und Lady Himmelblau ihre Trauer auf Twitter zum Ausdruck brachten, war mir klar, dass April der beste Zeitpunkt ist um euch wieder ein neues Thema und neue Musik zu liefern.

Euch geht es sicher genauso wie mir, wenn sich die ersten Sonnenstrahlen einen Weg durch die graue Wolkendecke kämpfen und diese dann sogar im Laufe des Morgens ganz vertreiben. Wenn kein Fleck mehr am Himmel zu sehen ist, nur die verschiedenen Blautöne sich mit den Möwen und Singvögeln zusammentun, dann ist es gleich wieder ein bisschen besser - alles, was davor ein bisschen schlechter war. Ich für meinen Teil bin an sonnigen Tagen aktiver, fröhlicher und gehe alles mit viel mehr Lust und Tatendrang an. "Spring is nature's way to say "Let's Party!" Und deshalb möchte ich diesen Monat von euch wissen:

Hello Spring - 
Welches Lied bringt dich in den ersten Frühlingstagen so richtig zum lachen, tanzen, frohsein?


Molotow Nights: Dit war dit, ham wa - Felix Lobrecht

 Es gibt viele Gründe, wieso das Molotow mein Lieblingsclub in Hamburg ist: der beste Mexikaner, die besten Bands, die besten Partys, der beste Mexikaner, Kickerpartys, der Fotoautomat, der beste Mexikaner ... öhm - ihr wisst worauf ich hinaus möchte. Aber das war ja noch längst nicht alles. Im Molotow finden nämlich auch noch regelmäßig Lesungen und Poetry Slams statt. Ihr seht, alles in allem gibt es also eigentlich immer einen Grund ins Molotow zu gehen.

Und so trieb es mich auch am 21. Februar auf die Reeperbahn. Immerhin war der sympathische Berliner Felix Lobrecht zu Besuch. Beim ersten Auftritt von ihm, den ich gesehen hatte, konnte ich ihn, so wie sicherlich viele, überhaupt nicht einschätzen. Ruhig, wenig Worte (was ja eigentlich relativ untypisch für Slammer ist), trockener Humor. Aber schon beim zweiten Text von ihm, ich glaube es war "Mit den Einkaufswagen in den Aufzug", konnte ich gar nicht genug von diesem wirklich staubtrockenem, berliner, super sympathischen Humor bekommen und klickte mich kurzerhand durch YouTube.

Natürlich kannte ich schon den ein oder anderen Text durch meine, stetig am Wochenende wiederkehrenden, YouTube-Anfälle, bei denen ich gefühlt 28 Stunden die Kampf der Künste Videos weg inhaliere. Und trotzdem hat es der junge Berliner geschafft nicht nur mich, sondern das gesamte Molotow zum Weinen zu bringen - natürlich vor Lachen!

Was ihn mir gleich noch sympathischer macht? Zurzeit wohnt und studiert der gute in Hessen. Genauer gesagt in Marburg, was bekanntlich nicht weit von meiner Heimatstadt Gießen ist. Und? Mag er nich. Genau wie ich. Sowas verbindet. Oder so. (Was er wohl bei Auftritten in Marburg sagt?)

Ne, ganz ehrlich, Kids? Wer mal was anderes sehen will, als den Chris "Darf er das?" Tall oder die Enissa "Läuft bei dir Junge, fett bist du geworden!" Amani, dann kauft euch mal ein paar Tickets für die "Kenn ick" Show von Felix. Das trainiert eure Lachmuskeln und hebt sich ab von der Masse, find ich klasse. Badumm Tsssss. Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen.

My Bucket List: 100 Places to go and things to do

Wie schon meine Freundinnen Maria und Sarah vor mir, wollte auch ich mich endlich mal meiner Bucket List widmen. Und wie auch bei den beiden und vielen, vielen anderen, ist das nur eine kleine Auswahl, von den Dingen und Orten, die ich einmal sehen und erleben will. Aber irgendwann musste ich ja mal damit anfangen, meine Träume festzuhalten.


1. Das Star Wars Filmset in Tunesien besuchen und ganz kurz daran glauben, dass ich auf Tatooine bin.

2. New York, New York.

3. Durch Südafrika reisen: Von der Safari im Krüger Nationalpark über Johannesburg, Port Elizabeth, bis nach Kapstadt und dem Leuchtturm am Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas.

4. Den Eiffelturm besteigen.

5. Burg Eltz in Rheinland-Pfalz besichtigen.

6. Im indischen Dschungel "Probier's mal mit Gemütlichkeit" singen.

7. Am Amazonas Kolibris entdecken.

8. Nach Feuerland reisen.

9. Auf den Bahamas mit Schweinen schwimmen.


10. Midsommar in Schweden feiern.

11. Surfen lernen in Irland (oder Portugal).

12. Die Küstenstraßen im Westen Irland abfahren.

13. Die bunten Quellen im Yellowstone Nationalpark bewundern.

14. Den Ausblick über Machu Picchu genießen.

15. Die Kettenbrücke überqueren, die Buda und Pest verbindet.

16. In Florenz auf die Spuren von Leonardo Da Vinci gehen.

17. Die Zwiebeltürme von Moskau sehen.

18. Im Toten Meer baden.

19. Im Yosemite Park zelten.

20. Auf der Terrasse der Villa del Balbianello am Comer See stehen und mich wie Padmé auf Naboo fühlen.

21. Vom Atomium über Brüssel blicken.

22. Über die Seufzerbrücke von Venedig schlendern.

23. Auf marokkanischen Märkten das Handeln lernen.

24. In der blauen Lagune auf Island baden und dabei die Geysire beobachten.

25. Einen Tee auf dem Lyme Park Anwesen trinken und auf Mr. Darcy warten.

26. Einen echten Sari in Indien kaufen.

27. Vom höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa schauen.

28. Noch einmal Schloss Neuschwanstein besuchen. (War als Kind dort, aber kann mich nicht mehr erinnern.)

29. Die Polarlichter in Norwegen bewundern.

30. Ein Wochenende im Disneyland verbringen.

31. Unseren Freunden bei ihrer Arbeit in Nicaragua helfen.

32. Die Akropolis in Athen sehen.

33. Nach Hogwarts.. ähhh Oxford fahren.

34. Durch die Straßen Jerusalems laufen.

35. Den Sonnenuntergang in Istanbul sehen.

36. Am Abgrund des Grand Canyon stehen.

37. Die Liffey über die Ha'penny Brücke überqueren.

38. Der Sphinx in Ägypten das Rätsel aus Harry Potter und der Feuerkelch vorlesen.

39. Käsefondue in der Schweiz essen.

40. Maui erkunden.

41. Das Wochenende in Tallinn verbringen.

42. Schottland! Durch die Highlands wandern, nach Nessi am Loch suchen, mit dem Jacobite Dampfzug fahren und ihn an der berühmten Brücke einfangen.

43. Mich von der Landschaft in Patagonien beeindrucken lassen.

44. Die Sonne an der Côte d'Azur und in St. Tropez genießen.

45. Die Steinfiguren auf den Osterinseln untersuchen.

46. Mit einer Vespa durch Rom fahren.

47. Auf den Spuren der Hobbits durch Neuseeland ziehen.

48. Inselhopping über die griechischen Inseln machen.

49. Den Blick über die Golden Gate Bridge schweifen lassen.

50. Schwarzen Sand aus Fuerteventura zwischen den Zehen haben.

51. In einer Hütte in den Bergen Silvester verbringen.

52. Durch die Bourbon Street in New Orleans laufen.

53. Bangkok ohne Gesichtstattoo überleben.

54. Fish & Chips in einem Pub in London essen.

55. Von Huskys durch Lappland gezogen werden.

56. Es mir auf Bermuda gut gehen lassen.

57. Oktoberfest in München feiern.

58. Mit einem Helikopter über Bora Bora fliegen.

59. Auf die Berge in Whistler, British Columbia klettern.

60. Frisches Sushi in Japan essen.

61. Frische Meeresfrüchte vom Markt in Pals essen.

62. Ein Konzert im Madison Square Garden sehen.

63. In einem Baumhaushotel mitten im Wald übernachten.

64. Aus einem Infinity Pool über Dubai blicken.

65. Auf dem Open Air Bergfestival abrocken.

66. Auf Galapagos Schildkröten zuwinken.

67. Wie Maria durch Juniper Springs mit dem Kanu fahren.

68. Im Spätsommer durch die Provence reisen.

69. Durch die Ruinen von Ankor Wat klettern.

70. Auf den Fjorden Norwegens das Angeln lernen.

71. Die Victoria Falls in Zimbabwe besuchen.

72. Durch den Antelope Canyon in Arizona wandern.

73. King Julien auf Madagascar suchen.

74. Den Mount Everes wenigstens mal von unten betrachten.

75. Durch den Killarney National Park wandern und eine Bootstour über die Seen machen.

76. Ein Ballettstück in St. Petersburg sehen.

77. Petra in Jordanien entdecken und zu Ehren Indiana Jones' die Peitsche schwingen.

78. In einem bayrischen Bergsee baden (oder zumindest die Füße hineinstecken).

79. Fungie, dem Delfin, in der Dingle Bay zuwinken.

80. Mit einem Heißluftballon über die Reisterassen von Yunnan fliegen.

81. Wasser tanken in einer Wüsten Oase

82. Vom Cristo Redentor über Rio de Janeiro blicken.

83. Durchs Great Barrier Reef schnorcheln.

84. In den Huangshan-Bergen Kung-Fu Bewegungen üben.

85. Bei der Tomatina in Valenica mit Tomaten um mich schmeißen.

86. Regionalen Wein auf einem Balkon in Santorini trinken.

87. In Alaska nicht erfrieren.

88. Eine Zigarre rauchen und Havana auf Cuba trinken.

89. Mit Maria die Harry Potter Tour durch Edinburgh machen.

90. Durch die Gärten von Versailles streifen.

91. Über den Salzsee Salar de Uyuni in Bolivien laufen und Flamingos beobachten.

92. Auf die Tafelberge der sächsischen Schweiz wandern.

93. Das Opernhaus in Sidney bewundern.

94. An den Niagarafällen nass werden.

95. Über die Stadtmauer von Dubrovnik spazieren.

96. In Mexiko in unterirdischen Seen baden.

97. Mit einem großen Hut ein Pferderennen in Ascot verfolgen.

98. Über Angels Landing im Zion Nationalpark schauen.

99. Von der chinesischen Mauer blicken.

100. St. Patrick's Day in Irland feiern.



Bilder via: Travel with Stanito, Willkommen in Germany, My Entdecker, Field and Forest, Obstinate Headstrong Girl, Angela Doe, Tolkiengesellschaft, Ming's Photo Blog, Madame, Wikimedia, Bidtotrip, Xeta, Chinadelighttours, Jimmy Eats World und Feel the Planet