She ain't never gonna get wise - Musik & Du Sammlung 014

Schande über mein Haupt, ab in die Stille Ecke mit mir! Ich hab es diesen Monat selber nicht geschafft bei meinem eigenen Projekt mitzumachen. Ich möchte euch sagen, das liegt an der Arbeit, am Jahresendgeschäft, daran dass ich jetzt bei Mit Vergnügen Hamburg schreibe.. aber ehrlich gesagt war da auch eine große Portion "Ich hab grad' kein Bock" mit dabei! Ein riesiges TSCHULDIGUNG geht an euch raus. Ich versuche das nachzuholen, promise.

Aber kommen wir zum eigentlichen Spektakel dieses Posts - eure Jugendsünden ähh Geschichten! Ich musste oft schmunzeln. Ganz großes Kino. Das einzige, was mich ein bisschen gewundert hat... niemand von euch hat peinliche Fotos ausgepackt - schade Schokolade!! Die hätte ich gerne gesehen.

Melanie verbindet mit "Everlasting Love" von Worlds Apart eine vergangene Freundschaft:
"Zu dem Lied und vor allem zu dieser Band werde ich immer eine besondere Verbindung haben, denn damals haben meine ehemalige beste Freundin und ich diese Band regelrecht vergöttert. Wann immer es ging, haben wir bei ihr oder bei mir im Zimmer gesessen und habe Songs dieser Band gehört, haben versucht die Choreographien nach zu tanzen oder haben uns einfach nur über die Jungs unterhalten. Das eine oder andere Konzert hat dabei auch immer eine große Rolle gespielt und wenn ich ehrlich sein soll, vermisse ich diese Freundschaft so manches Mal."

"Walk Idiot Walk" hat Larissa über den Berg die Berge gebracht:
"Zur Schule? Über drei Berge. In die nächste Stadt? Vier Berge. Bis in die nächste richtige Stadt? Die Unendlichkeit. Die Stadt ist nicht eng. Das Land ist es. Aber das Leben wird ein klein bisschen wilder und freier, wenn man achtzehn wird. Denn achtzehn sein auf dem Land bedeutet vor allem eine Freiheit: Führerschein. Einen kleinen Gebrauchtwagen zulegen und wenn er noch so klapprig ist. Mixtape einschieben (ja, mein Auto hatte tatsächlich noch ein Radio mit Tape Deck!), Musik aufdrehen und mit offenem Fenster durch die Wälder brausen. Und dann kam das Abitur. Und mit dem Abitur ein Sommer voller Zeit."

An die Zeiten im Jugendclub erinnert sich Josie vor allem mit "Flower" von Moby:
"Letztendlich fanden wir es im „Joker“ so toll, dass wir jeden Tag dort waren. Selbst am Wochenende. Auch wenn wir nur außerhalb des Geländes rauchen durften, weil wir ja noch keine 16Jahre alt waren. Im Sommer gab es grandiose Wasserschlachten, im Winter wurden tonnenweise Schneebälle durch die Gegend geschleudert und zwischendurch wurde Billard oder Tischtennis gespielt. In lauen Sommernächten saßen wir bis zum Morgengrauen auf dem Basketballplatz, haben gequatscht, rumgealbert und semiprofessionell Basketball gespielt."

Alles was mit England zu tun hatte, fand Sabine ziemlich cool. So auch "Beautiful Ones" von Suede:
"Britpop war ein Trend, eine Modeerscheinung, aber damals empfanden wir das alles ziemlich individuell und einzigartig. Blur, Pulp, Oasis, Garbage – das gehörte alles zu unserem Soundtrack, während wir heimlich auf dem Schulklo rauchten. Wer *wir* überhaupt waren, weiß ich gar nicht mehr so genau. Aber als mein Mann mir einmal sagte, dass er noch nie in London gewesen sei, bin ich fast vom Stuhl gekippt. I can not marry a man who has never been to England, Baby.

Angy erinnert sich mit In Flames gerne an einen ihrer schönsten Abende auf einem Festival:
"Warum ich das noch so genau weiß, obwohl ich bereits an dem Punkt angelangt bin, an dem Ereignisse aufgrund der Vielzahl an besuchten Konzerten und Festivals bereits zu verschwimmen beginnen? Weil es einer der besten Festivalabende war, die ich bisher genossen habe. Diese Erlebnisse sind es, die Festivals so einzigartig für mich machen. Stunden, in denen man seine liebsten Mitstreiter um sich hat, mit ihnen über Gott und die Welt redet und sich auf die kommenden Tage freut, an denen man wieder haufenweise tolle Livemusik erleben kann, selbst wenn man dafür der Hitze trotzen muss."

Am meisten mitfühlen konnte ich dieses Mal wieder bei Caroline und diesem Video:


Und Katrin war es völlig egal, sich mit "Danke" von den Fanta 4 ein bisschen zum Affen gemacht zu haben:
"Wir haben uns so verdammt cool gefühlt und wussten gleichzeitig, dass diese Aktion unglaublich uncool ist. Wir hatten früher aus, voller Glücksgefühle - uns lag quasi die ganzen Welt zu Füßen. Irgendwo mussten wir hin mit unserer guten Laune! Wir haben im Bus gesessen und "Danke" von den Fantas gesungen - was ein Gefühl. Die Fantas waren nie unsere Band. Ehrlich gesagt, konnten wir mit der Musik des Anderen überhaupt nichts anfangen, aber für die paar Minuten war unser Geschmack eins. Seitdem bringt mich dieses Lied zum Strahlen. Schon oft haben wir über diesen wunderbaren Moment gelacht. Ich bereue es überhaupt nicht mich ganz offensichtlich zum Affen gemacht zu haben. Dafür haben wir unseren richtig guten Freunde!"

Wer kennt es nicht? Heimlich rauchen, kein Bock auf Schule.. Anna auch! Mit K'naan und Caro:
"Wenn ich diesen Song höre denke ich daran, wie ich mit Caro nach der Schule öfter Richtung Bahnhof spaziert bin, wir uns bei der Polin unseres Vertrauen heimlich Zigaretten gekauft haben und uns dann ein paar Straßen weiter am Fluss auf Tischtennisplatten gesetzt haben. Mit Fluppe, guten Gesprächen und K'naan. Wir wollten nicht heim und Lernen. Lieber "In The Beginning" hören und von der Freiheit träumen. Den ganzen Sommer lang."

Die Veronicas erinnern Jasmin immer an ihre Partyanfänge im Partykeller ihres Bruders:
"Mit dem Lied verbinde ich vor allem meine wilden Partynächte, die im zarten Alter von 13 Jahren begannen. Im sogenannten Partykeller unseres Hauses, den mein drei Jahre älterer Bruder für sich und seine Kumpels hergerichtet hatte um "Fifa" zu spielen, haha! Mein Dad hat es ihnen natürlich geglaubt, nur unsere Oma erwischte uns ab und zu beim Bier trinken und feiern."

Mit "Drive haben Incubus viele Herzen getroffen, aber Carolines auf jeden Fall doppelt:
"Gegen Ende spielten sie einen weiteren Favorit Drive. Der Gänsehautmoment von dem ich vorhin sprach, war die Stelle, an dem der Sänger Brandon Boyd dem Publikum das Zeichen gab, den Refrain zu singen und oh Lord, was für ein unbeschreibliches Gefühl. Klar singen auf Konzerten öfter mal Leute mit, aber in diesem Moment haben so viele Leute diese Zeilen gesungen, dass es mich regelrecht geprägt hat. Es war so laut und so harmonisch und noch nie war ich von den Worten, die ich da sang, so überzeugt wie in jenem Augenblick."

Annika war nicht nur ein großer The Rasmus Fan, sondern auch Kaltduscherin und Hartei:
"Wenn ich In the Shadows höre, denke ich an stundenlange Telefonate, beinahe jeden Nachmittag, an wöchentlichesn Briefe schreiben, an ersten Liebeskummer und an lange wach bleiben. Wenn wir beiander zu Besuch waren, war es immer die Herausforderung länger wach zu bleiben als beim vorherigen Besuch. Wir nannten uns deshalb Kaltduscher und Harteier, während wir die halbe Nacht über Gott und die Welt quatschten."

Auf Klassenfahrt wurde Lady Himmelblau durch "Nie gesagt" unterwartet zum Ärzte Fan:
"Natürlich hatte ich meine beiden neuen Musik-Schätze dabei, auf meinem MP3-Player, und habe sie auf der Fahrt und auch danach noch rauf und runter gehört. Die Klassenfahrt wird für mich immer mit dieser Musik (und dem Typen) in Verbindung stehen. Eine Woche später war ich ebenfalls Ärztefan. Anhand von zwei Songs. Egal, ich konnte mir nicht vorstellen, dass andere Musik von dieser wunderbaren Band irgendwie schlecht sein konnte, schließlich hatte ich gerade eine Woche lang zwei Songs auf Dauerschleife gehört und war überzeugt! Auf der Rückfahrt gab dann mein MP3-Player den Geist auf. Und ich weiß noch, wie ich im Bus einen quasi wildfremden Typen aus der Parallelklasse nach seinem Discman (!!!) fragte, weil ich wusste, dass er das Album „13“ dabei hatte, auf dem auch meine beiden Songs waren. So konnte ich sie wenigstens noch einmal hören."

Gänsehaut Momente und beste Freundschaften gibts bei Heike und "Night's The Only Time of Day":
"Der Song verbindet vor allem meinen besten Freund und mich. Er war der erste Mensch mit dem ich wirklich meine kleine Leidenschaft für Musik teilen konnte. Er hatte zum Geburtstag Karten für Make do and Mend und Hot Water Music bekommen und ist mit mir dort hingefahren. Wenn mich die Erinnerungen nicht trügen, haben sie mit diesem Song begonnen. Vielleicht auch nicht, aber als sie ihn spielten war ein seltsamer Gänsehaut Moment. Das Album war zu dem Zeitpunkt zwar schon released, aber ich kannte keinen der Songs. Es war ein seltsamer Moment, den ich als still und doch explosionsartig in Erinnerung habe."

Und Doris kannte da jemanden, der die Musik von Manfred Mann's Earth Band wirklich fühlte:
"Es gibt ein Remake eines alten Songs – höre ich den, denke ich zurück an die ersten Jahre, in denen ich ausging. Dann war “er” auf der Tanzfläche. Für mich damals viel zu alt, bestimmt Ü20. Aber bei der Musik war er vollkommen bei sich, mit geschlossenen Augen tanzte er, sang jede Silbe und spürte jeden Ton. Für mich war er der Inbegriff dessen, was ich damals mit “Musik fühlen und im hier und jetzt sein” übersetzte. Ich hab ihm zugeschaut, war volkommen fasziniert, wie er durch seinen Tanz das interpretiert hat, was er fühlte."



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Gif via Giphy.com, Bild via Splashbase

Inspireland: Muckross House and Gardens

*Die Bilder sind von 2014 und 2015, also nicht über den Wetterwechsel wundern. Obwohl der auch in Irland dazu gehört, wie Whiskey und Bier!

Ach Killarney, du wunderbares Städtchen.
Fährt man ein kleines Stückchen raus, immer der Straße in Richtung Kenmare entlang, dann landet man irgendwann bei einem großen Parkplatz, an dem man unbedingt halten sollte. Muckross House ein altes Herrenhaus, welches Mitte des 20. Jahrhunderts von seinen vorherigen Besitzern an den irischen Staat überging und seitdem mit seinem gesamten Grundstück, den Farmen und den Gärten, Teil des Nationalparks ist.

Im Haus selber war ich noch nicht. Ein altes Herrenhaus eben, dachte ich mir. Vielleicht werde ich beim nächsten Mal einfach mal hinein gehen. Die Gärten drum herum und der Ausblick auf den See, halten einen aber schon eine ganze Weile hier auf. Man kann durch Wälder stiefeln und auf umgestürzte Bäume klettern, zu riesigen Baumwipfeln hinauf schauen und sich hinter exotischen Gewächsen verstecken. Vor allem kann man runter an den See..

..oder einfach hoch zum Torc Wasserfall laufen. Allerdings ist der immer ziemlich überfüllt (gerade im Sommer) und man kann ihn kaum bewundern, ohne ständig von amerikanischen Reisegruppen weggedrängelt zu werden. Der Weg dort hin ist allerdings wirklich nett mit anzusehen. Die wenigsten gehen vom Muckross House aus, sondern fahren außen rum über die Straße, oder lassen sich mit Pferdekutschen nach oben (Achtung Wortwitz) kutschieren (badumm tsss). Wenn man aber läuft, sieht man hier und da schon die ersten Ausläufer des Wasserfalls und es eindeutig ruhiger - und besser für die Oberschenkel und den Po!

Wenn das Herrenhaus die Mitte wäre und ihr drauf schauen würdet, wäre Torc Waterfall zu eurer rechten und zu linken? Geht es noch mal ein ganzes Stück raus. Vorbei an kleinen, alten Bauernhäusern, vor denen ein Esel steht, oder wo die Hühner hin und her laufen. Drinnen wird von Frauen und Männern der altertümliche Alltag nachgestellt und es duftet nach frisch gebackenem Brot. Hier fangen die Farmen von Muckross an. Und kleine Schweinchen gibt es da. Ich würde sie am liebsten alle mit nach Hause nehmen! ♥

Als ich 2014 alleine mit meiner Mutter dort war und wir gerade wieder zum Ausgang laufen wollten, erhaschten wir durch ein paar Bäume und Sträucher den Blick auf eine Kuh. Doch irgendwas war anders. Am Boden regte sich gerade ein frischgeborenes Kalb, das versuchte aufzustehen. Die Mutter warf es immer wieder um. Einer der Bauern, die dort für die Tiere zuständig war, erklärte uns, dass das ganz normal sei. Wenn sie damit allerdings nicht aufhören würde, müsste er das kleine von seiner Mutter trennen, denn dann hätte sie es nicht angenommen. Wir schauten noch ein paar Minuten gespannt, entzückt und auch ein wenig entsetzt zu, aber machten und dann auch bald wieder auf den Weg in Richtung Auto.


Mehr über Killarney könnt ihr hier nachlesen. Ihr wollt durch alle meine Irland Geschichten streifen? Dann geht es hier entlang. Und für alle Spotify Hörer unter euch, habe ich letztens eine kleine Irland-Playlist angefangen, die stets erneuert und ergänzt wird. Auf meinem Spotify-Blogprofil könnt ihr meine restlichen Playlisten sehen und anhören.

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Großstadtgeschichten: Schwangerschaft in der U-Bahn

Meine Augen geschlossen, das Hörbuch voll aufgedreht sitze ich in der U1. Ich habe Feierabend und suche noch nach einer Ausrede nicht zum Sport zu gehen. Eigentlich schalte ich hier schon ab. Mund, Ohren und vor allem der Kopf stehen für wenigstens die nächsten zwei Stunden still. Ich komme jedoch nicht drum rum, dem Gespräch der beiden Mädchen gegenüber von mir zu lauschen. Die beiden sprechen so laut, dass ich sie trotz der vollen Lautstärke meiner Kopfhörer deutlich vernehmen kann und mich frage, warum sie dann so tun, als ob es niemand mitbekommen soll. Eben meinte sie noch, dass es so wenige wie möglich erfahren sollen. "Aber deine Eltern wissen davon, oder?" fragt das Mädchen direkt vor mir. Trotz der gewaltigen Menge an Schminke erkennt man deutlich, dass sie nicht älter als 17 sein kann. Ich überlege kurz, denke mir, dass das Thema sicher Rauchen ist, oder so und versuche mich wieder der beruhigenden Stimme von Rufus Beck zu widmen.

Es geht nicht anders. Ich drücke auf den Knopf am Kabel und die Stimme verstummt. Dafür höre ich nun umso deutlicher, worüber die beiden hier vor mir eigentlich sprechen. "Gerade auf Partys und so, nä? Alle trinken dann schön einen und rauchen vor mir und ich steh dann da mit dem Glas Wasser. Irgendwann merken die das doch alle!" - "Naja, aber Sekt und so darfst du ja trotzdem noch.", erwidert ihre Freundin. Ich möchte aufspringen, sie packen und schütteln, ihr sagen "NEIN, DARFST DU NICHT!" Die Aussage der Freundin scheint sie aber ebenfalls aus der Bahn zu werfen. "Ne, auf jeden Fall alkoholfrei.", antwortet sie. Auch sie kann nicht älter als 17 sein. "Mh aber Real schaff ich auf jeden Fall noch, oder?" Okay, aller höchstens 16 also. Sie lacht, macht Witze darüber, wie sie wohl aussehen wird, streichelt über ihren Bauch und überlegt die ersten Kindernamen. "Jennifer finde ich schön."- "Oder Jessica!", sagt ihre Freundin. Der Junge neben ihr, der wohl auch dazu gehört, sagt laut: "Nenn's doch einfach Kevin, wird eh 'n behindertes Kind!" Ich bin fassungslos über so viel Blödheit und schaue den kleinen Kerl verwundert an. Er scheint jünger zu sein, als ich die beiden Mädchen.

Ärgerlich und mit schüttelndem Kopf, streicht die unwissende wieder über ihren Bauch. "Nein", sagt sie, "aber vielleicht kann ich ja einfach noch mal mit dem Typ von neulich vögeln, damit es auch noch was von ihm abbekommt." Das ist zu viel für mich. Mir wird ein bisschen schlecht und ich kann schon seit einer ganzen Weile nicht mehr so tun, als würde ich nicht zuhören. Ich gucke schnell aus dem Fenster, als sich ihr Blick auf mein besorgt aussehendes Gesicht richtet. Meine Haltestelle! Ich kann aussteigen! Erleichtert trete ich auf den Bahnsteig und blicke noch ein letztes Mal durch das grau verschmierte U-Bahn Fenster zu den drei Freunden. Ich blicke sie an und wünsche ihr so sehr, dass sie nicht schwanger ist. "Jetzt noch nicht, bitte!", denke ich und für einen kleinen Augenblick sehe ich in ihren Augen etwas ähnliches. Dann ist die Bahn auch schon wieder angefahren und das Mädchen aus meinem Blickwinkel verschwunden. Ich atme tief ein, schüttle ein letztes Mal den Kopf und entscheide mich dafür, nach Hause zu laufen. Vielleicht werden meine Gedanken dadurch wieder ein wenig klarer.




So schön, dass GIFs ausdrücken können, wie man sich manchmal innerlich fühlt ^.^ Habt ihr auch schon mal solche Gespräche mit angehört?


Mehr Großstadtgeschichten? Was das Leben in der Großstadt eigentlich für mich ist oder wie es ist endlich nicht mehr wegfahren zu müssen? Und alle anderen Großstadtgeschichten findet ihr hier.

Personal Winter Bucket List

Ich bin ein Sommerkind, durch und durch, das wisst ihr. Aber es gibt durchaus schöne Dinge, die der Winter mit sich bringt. Und weil ich nicht nur die negativen Dinge des Winters hier rauslassen möchte, sondern auch meine persönlichen positiven, hab ich mich ein bisschen in Tinas letztem Post verloren und die Grundidee abgekupfert, bereits bestehende Planungen dazugepackt und ein paar Winter Lieder rausgekramt. Los geht's mit meiner Winter-Bucket-List.


Glühwein hält warm.

Der warme Wein beruhigt das Gemüt, extrem. Und außerderm gibt es da den leckeren Kirschglühwein und vor allem den weltbesten Bratapfelglühwein auf Santa Pauli. Dieses Jahr werden die restlichen großen gemieden und einfach der bei Maria vor der Haustür leergetrunken.


London Calling.

Das ist schon eine Weile geplant, gebucht und unter Dach und Fach. Ich konnte mal wieder die Joker Karte ziehen und habe uns bei unseren Freunden im westlichen Teil der Stadt einquartiert. London ist einfach eine tolle Stadt, aufregend und wunderschön. Bisher war ich immer im Sommer und im Herbst dort, das wird als mein erstes Mal London mit Weihnachtsbeleuchtung, Schlittschuhlaufen und kaltem Atmen an der Themse.

Home sweet Home.

Dieses Jahr habe ich ausnahmsweise mal schon richtig früh (und überhaupt) Lust auf Weihnachtsdekoration. Lichterketten, der große goldene Stern, goldene Kugeln und die Kuschelbettwäsche machen mein kleines, feines WG-Zimmer schon zu einem richtig gemütlichen Platz für den Winterschlaf. Hier werde ich die meiste Zeit verbringen und mich mit Keksen vollstopfen.


Basteln macht froh.

Auch den Mops im Haferstroh *badumm tssss* - Spaß beiseite. Ich hab da ein paar ziemlich coole Sachen gesehen, die diesen Winter noch defintiv gebastelt werden müssen. Ganz oben auf der Liste steht aber dieses grandiose Harry Potter Monopoly Brett. Dann müssen nur noch Geldscheine ausgedruckt werden und los geht das Abenteuer!


Butterbeer und Kesselkuchen.

Ihr merkt schon, der Winter ist sehr Harry Potter lastig. Aber Maria und ich können es einfach nicht lassen, alle Filme rauf und runter zu schauen, dabei eigentlich mehr zu philosophieren und die Statisten zu beobachten. Schon letztes Jahr haben wir uns an einem Butterbeer Latte Rezept versucht, doch dieses Jahr wird es konkreter, mit mehr Bier und neuen Rezepten.

May the force be with you.

Außerdem ganz groß dieses Jahr: Der neue Star Wars Film kommt kurz vor Weihnachten in die Kinos und ich hab Dank meines Superheldenfreundes Karten für die Mitternachtspremiere. Die Star Wars Identities hab ich ja schon abgegrast, aber jetzt wird es langsam richtig ernst. Auch Star Wars ist im Winter immer wieder auf meinem Bildschirm zu sehen.


Weihnachtszeit ist Familienzeit.

Ich war lange Zeit kein Fan von Weihnachten. Meine Eltern sind geschieden und irgendwann musste ich mich eben an Heiligabend entscheiden, bei wem ich feiern möchte. Beide Feiertage danach sind zwar 50/50 aufgeteilt, aber gerade am 24. will man ja doch gerne alle um sich haben. Für mich war die Weihnachtszeit immer Familienzeit und für mich war die Familie eben nicht zusammen. Seit ihr allerdings in Hamburg wohne, freue ich mich doppelt so viel auf Weihnachten wie vorher. Ich sehe die Familie mal wieder länger als ein Wochenende, alle versuchen nett zueinander sein und ich kann mein kleines Dorf und mein Hessenland in der wunderschönsten Weihnachtsbeleuchtung bewundern.


"Nur noch einmal schlafen geh'n und dann ist Weihnacht."

Jeder hat seine Rituale, seine festen Daten - ich habe Die Muppets Weihnachtsgeschichte, an jedem 24., ganz früh am morgen. Wenn noch alle schlafen, habe ich mich schon als Kind immer leise ins Wohnzimmer geschlichen und habe meinen Lieblingsweihnachtsfilm (neben den Griswolds!) angeschaut. Mit dicken Socken, Kakao und dem leuchtenden Stern am Fesnter. Immer. Für ewig.

"This is my winter Song for you."

Für die richtige Stimmung an den Feiertagen sorgt für mich immer die Musik. Weihnachten ohne Weihnachtsmusik? Bisschen doof. Aber auch der Winter sorgt dafür, dass die nötigen Klänge durch die Ohren fließen müssen. Bis zum Ende des Winters werden sicherlich noch einige weitere Lieder dazukommen, aber das sind meine Favoriten bis jetzt..


 
Für alle Spotify Hörer unter euch, hier findet ihr mein Blogprofil mit einigen Musik & Du. Playlists und vielem mehr. Zu meinem letzten Irland Post gibt es zum Beispiel eine Playlist und auch zum Serienjunkie Post - hier.


Imagine all the people
Living life in peace

 
Meine Augen brennen, es ist irgendwas nach 3 Uhr aber an Schlaf ist einfach nicht zu denken. Leise drehe ich mich um, ganz langsam damit er nicht merkt, dass ich noch wach liege. Ich betrachte sein friedliches Gesicht, das beruhigt mich. Jedes Mal wenn ich die Augen geschlossen habe, waren sie wieder da, die furchtbaren Bilder, die ich kurz zuvor gesehen habe.

Als der erste Knall ertönt, tue ich ihn im ersten Moment noch als Böller oder sonstiges ab. Doch dann denke ich gleich an die Bombendrohungen am Morgen, die Nationalmannschaft in der Tennisarena und blicke besorgt zu Dominik hinüber. "Ich glaube nicht, dass das nur ein Böller war.", sage ich und wir zücken beide die Smartphones. Nach kurzer Überlegung tippe ich #Paris ein und mir wird sofort klar, dass ich recht hatte. Zu diesem Zeitpunkt kicken die Spieler noch unbesorgt über den Pariser Rasen, der Kommentator gibt noch nichts bekannt.

Was danach passiert, muss ich wohl kaum mehr erzählen. Wie viele meiner Freundinnen allein über WhatsApp und Facebook mit mir bis tief in die Nacht sitzen, schreiben und austauschen, ist unglaublich. Wir können es einfach nicht fassen. Das Wort "Blutbad" schwirrt mir immer und immer wieder im Kopf herum. Die Bilder zeigen nicht viel, nur Sicherheitskräfte, Polizisten, die schwer bewaffnet durch die Straßen ziehen, doch was wir über Twitter und Facebook mitbekommen ist viel schlimmer.

Wir erfahren vor dem Nachrichtensprecher, dass es vorbei ist, dass etliche Menschen kaltblütig ermordet wurden, zusammengefercht und in Angst gestorben sind. Wir lesen, dass die Terroristen innerhalb der Konzerthalle getötet wurden und die übriggebliebenen Geiseln frei sind. Zwar fällt mir ein riesiger Brocken vom Herzen, doch wirklich freuen, kann ich mich nicht. Noch immer sitze ich fassungslos und bitterlich weinend vor dem Fernseher und kann einfach nicht glauben, was da gerade innerhalb weniger Minuten passiert ist.

Meinen Freund anzuschauen, beruhigt mich immer noch. Das ruhige, gleichmäßige Atmen, der warme Arm über mir. Doch die Gedanken kann ich nicht aus meinem Kopf verjagen. Das ganze Wochenende und auch heute noch, lassen sie mich nicht los. Bilder von verzweifelten Menschen, die aus Fenstern klettern, versperren mir die Sicht, machen mir Angst, machen mich unglaublich traurig.

Am Sonntagmittag ist etwas Ruhe in Facebook und Co. eingekehrt. Überall sieht man blau-weiß-rote Profilbilder, Eiffeltürme und Peace-Zeichen. Doch zwischendrin gibt es trotzdem Menschen, die Hass streuen, die plötzlich anderen Menschen die Schuld dafür in die Schuhe schieben wollen. Natürlich sind die Flüchtlinge Schuld, die fliehen ja gerade nicht aus genau diesen Gründen aus ihren eigenen Ländern. #PrayForParis wird zunichte gemacht, da sei schon genug Religion im Spiel sagen sie. Doch was sie vergessen ist, dass das alles egal ist. Diesen Menschen geht es schon lange nicht mehr um Religion. Sie sind von Hass zerfressen und würden jeden Grund vorschieben, um weiter morden zu können.

Betet, glaubt, wünscht, demonstriert, helft, schweigt - geht damit um wie ihr wollt. Aber gebt nicht unschuldigen die Schuld, tut nicht so, als würdet ihr alle politischen, religiösen und menschlichen Aspekte genau kennen und könntet bessere Lösungen finden, wenn man euch nur liese. Das einzige was jetzt zählt ist Zusammenhalt, Liebe und Freundschaft. Ich bin nicht allwissend, ich habe nicht das Recht irgendwem vorzuschreiben, was er zu denken hat. Alles was ich möchte ist, mein Beileid aussprechen und Teil des Rückenwindes sein.

Inspireland: Slea Head Drive again

Der Slea Head Drive - Teil des Wild Atlantic Way, entlang der Küste mit Blick auf die Skelligs, Blasket Island und einer meiner Lieblingsorte in Irland bis jetzt. Letztes Jahr fuhr ich hier mit strahlendem Sonnenschein entlang, das Wetter dieses Jahr war nicht ansatzweise so gut, aber wir wollten es uns trotz allem nicht nehmen lassen. Hier habe ich übrigens schon mal vom Slea Head Drive geschrieben. Das hier wird mehr eine Bilderflut.

Nach einem guten Irish Breakfast starteten wir von Dingle aus auf die Panorama Straße. Einen Tag zuvor hatte ich mir noch das Album von Walking On Cars gekauft (Die irische Band, von der ich euch schon 1000 Mal erzählt habe). Immerhin kommen sie aus Dingle itself - das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Meine Mutter und ich hatten ja bereits alles erkundet und so wussten wir schon genau, an welchen Orten wir wunderbar halten konnten. Aber wie immer in Irland: Sobald sich das Wetter ändert, ändert sich auch die Aussicht. Den ersten Stop machten wir am Dunbeg Fort (irisch: Dún Beag), von dem nur noch wenige Ruinen erhalten geblieben sind. Für einen kleinen Obulus von 3€ pro Person stiefelnten wir also den steilen Berg zum Fort hinunter.

Immer weiter entlang der Straße und immer wieder anhalten in einer der Haltebuchten. Letztes Jahr bin ich den kleinen Abhang noch hinunter geklettert, dieses Jahr ging das nicht, weil Oma schon beim Zusehen Angst hatte. Und ich hätte ja sterben können und sowas eben. Kennt man ja.

Den Weg weiter gen Norden, vorbei an wunderschönen Ausblicken und diesem Gefühl der Freiheit. Bis hin zu einer Haltebucht, in der wir über die wunderschöne kleine Bucht schauen konnten, die schon so viele Erinnerungen von mir dort behält. Das erste Mal die kleine Bucht, das erste Mal die Geschichte von der Flut und die von der Band, die Augen schließen und nur das Rauschen der Wellen hören, lachend hintereinander her laufen, mit Wasser bespritzen, zumindest damit drohen. Dieses Mal konnte ich leider nicht bis ganz nach hinten laufen, da tatsächlich ein kleiner Film gedreht wurde.


Der schönste Platz des ganzen Drives für mich ist allerdings der Dunquin Pier, welchen ihr im Post letztes Jahr schon bewundern konntet. Dieses Jahr bekommt dieser aber einen ganz eigenen Post für sich, einfach weil es mein Lieblingsplatz ist und weil er das verdient hat.


Ist es bei euch auch so grau und triste? Hier kommt ihr zu meinen ganzen Irland Geschichten. Und ich hab auf Spotify nicht nur mein eigenes Blogprofil, sondern auch eine eigens zusammengestellte Irish Folk Playlist, die immer wieder erweitert wird, aber auch Lieder enthält, die mich einfach mit den Reisen dort verbinden.

Ich schwöre feierlich, dass ich ein Serienjunkie bin Teil 3

Die kalte Zeit ist nicht nur die perfekte Zeit für Musik, Tee, Kuscheldecken und Kekse, sonder eben auch für Tage voller Serien und Couch. Ihr wisst mal wieder nicht, welche der zahlreichen Serien ihr anfangen sollt? Vielleicht helfen euch ja meine Lieblinge weiter.

Ripper Street


Staffeln: 3 +, Fav-Person: Captain Homer Jackson
Ich weiß, hatte ich schon mal. Allerdings hatte ich sie da nur auf meiner Liste, der Serien, die ich mal schauen will. Nun habe ich 2 Staffel geschaut und schon ein bisschen Ahnung und vor allem: Ich bin verliebt. Grandiose Serie. Alles spielt in der Zeit nach Jack the Ripper in London, Ende des 19. Jahrhunderts. Alle Männer tragen noch hübsche Anzüge und Hüte und die Damen wissen sich selbst zu helfen, Konflikte mit den Iren, Liebesgeschichten, Intriegen, einen äußerst charmanten Captain Jackson und vor allem einige ungeklärte Mordfälle - voll mein Ding! 10 von 10 Sternen.

Peaky Blinders


Staffeln: 2 +
Bisher hab ich nur eine Folge geschaut, aber ich weiß einfach jetzt schon, dass mir die ganze Serie gefallen wird. Irische Straßenbande nach dem 1. Weltkrieg in England, um zu Arbeiten. Woher der Name Peaky Blinders? Die raffinierten Iren tragen einfach Rasierklingen unter ihren Schiebermützen um sich zu verteidigen. Das wird was. Das Zeitalter stimmt, die Besetzung ist großartig und der irische Akzent im Originalton ist zum Anbeißen!


American Horror Story

 
 Staffeln: 5 +, Fav Person: Kid in Staffel 2, Lieblingsstaffel (bisher): 2
Als ich zum ersten Mal im Fernsehen einen Ausschnitt gesehen habe, war mir klar: Nix für mich. Wie das aber so in Beziehungen ist, schleppte mein Freund die Staffeln irgendwann an. "Ohne mich!" war meine Einstellung. Eines Abends, mir muss furchtbar langweilig gewesen sein, hab ich mich allerdings danach gefühlt einfach mal ein paar Folgen mitzuschauen. Im Endeffekt schaute ich fast die ganze erste Staffel. Allerdings hat mir diese absolut nicht gefallen. Sinnfrei hoch 10. Weiterschauen? Fehlanzeige. ABER DANN, ABER DANN! kam meine Cousine und erzählte mir, was in Staffel 2 - 4 so passieren würde. Bis dato war mir nicht bewusst, dass jede Staffel eine komplett andere Geschichte hat und zwar die selben Schauspieler mitspielen, aber eben ganz andere Rollen. Tja, kurz gesagt: Staffel 1 könnt ihr euch meiner Meinung sparen, der Rest ist ziemlich genial (bis auf die Aliengeschichte). Der Soundtrack ist übrigen großartig.

Outlander


 Staffeln: 1 +
Ich warte sehnsüchtig auf die 2. Staffel. Laut Freunden wurde das erste Buch sehr gut umgesetzt. Ich hoffe, dass das bei den weiteren Staffeln auch der Fall ist, ich hab mir nämlich die ersten 3 Bücher gerade bestellt und kann es kaum erwarten, vor Start von Staffel 2 zu erfahren, wie es weitergeht. Wie zu erwarten bin ich einfach in den Soundtrack verliebt. Die ganzen gälischen und schottischen Lieder sind wunderbar. Und  Die Highlands sind schön grün und generell ist die Szenerie ziemlich hübsch. Klasse Geschichte!! Bitte mehr davon.

Spotify-Hörer aufgepasst! Hier ist meine Seriensoundtracks-Playlist, die immer mal wieder aufgestockt werden wird. Mehr Playlists findet ihr auf meinem Spotify Blogprofil. Auch ein Serienjunkie? Hier und hier habe ich schon mal über ein paar Serien geschrieben!


Bilder via: ZDF, Telegraph, Arte, AHS Wiki, Variety, Serienjunkies

Musik & Du. 014 - Young and wild and free

Herbst und Winter sind Zeiten der Ruhe, der Besinnlichkeit und für Resümee. Für gewöhnlich lässt man das vergangene Jahr Revue passieren, lernt aus seinen Fehlern, analyisert was man gut gemacht hat und was man noch besser machen kann. Doch wenn man manchmal im warmen sitzt, dem Regen- oder Schneetreiben draußen zusieht, mit einer ordentlich großen Tasse Tee, Keksen und der Playlist im Hintergrund, dann kommen schon das ein oder andere Mal Erinnerungen aus weiteren Jahren ins Gedächtnis - bei mir zumindest immer. Dann wird die externe Festplatte rausgekramt, die Ordner durchsucht, gelacht und manchmal auch ein bisschen geweint.

Ich bin neulich auf ein Lied gestoßen, das mir in meinem wöchtenlichen Mix auf Spotify angezeigt wurde. Schlagartig war ich zurück auf einer Klassenfahrt am Meer, in einem vollen Mädchenzimmer, in dem wir auf den Hochbetten saßen und Süßigkeiten naschten, Briefchen mit den Jungs unter uns austauschten und kicherten, als hätten wir keine anderen Probleme. Das musste einfach zum neuen Thema werden!


Young and wild and free -
Ein Lied, das dich an einen bestimmten Moment in der Teenagerzeit erinnert

Hippelig wie ich sein kann, freue ich mich schon jetzt wahnsinnig auf jede einzelne Geschichte und die passenden Lieder dazu. Mitmachen könnt ihr wieder bis zum 29. November. Schickt mir dazu einfach eure Beitrags-Links unter diesen Post und lasst uns gemeinsam in die Vergangenheit abtauchen.

Bild via Jay Mantri