Heimatliebe: OK KID

Das mit mir und meiner Heimat ist auch eine never ending Lovestory. Jedes Mal, wenn ich wieder über die Felder fahre, in unsere Straße einbiege und unser Haus sehe, wird mir ganz wohlig warm ums Herz. Jedes Mal freue ich mich auf den Sternenhimmel, den man so gut von unserem Balkon aus sehen kann, die einzelnen Fachwerkhäuser, die unserem Dorf noch geblieben sind, der Blick über die Nachbardörfer, wenn ich mit Janina auf unserem Lieblingsplatz sitze und wir Lilly beim Hopsen durch die Weizenfelder zusehen. Ich freue mich ins Auto zu steigen, 8 Minuten zu fahren und in Gießen zu stehen, da wo Papa wohnt und ich meine Ausbildung gemacht habe, da wo ich Nächte durchgemacht, Freunde getroffen und mehr Kaffee getrunken habe, als gut war. Das ist dort, wo ich meine ersten Konzerte im MuK, Jokus und Ulenspiegel anschaute und eben auch dort, wo Jona:S ihre Musikanfange hatten.

Ihr kennt die Jungs nun besser als: OK KID und Köln gilt als zweite Heimat, doch niemals sind sie der ersten untreu gewesen. Und vergessen haben sie uns erst recht nicht. Ende August stand wie jedes Jahr das berühmt berüchtigte (*hust*) Gießener Stadtfest an und da ich nach unserer Irlandreise noch ein bisschen freie Zeit hatte, holte ich noch schnell den Freund aus Hamburg runter und tippte fleißig Nachrichten mit meiner liebsten Studentin, damit wir den Treffpunkt an besagten Tag ausmachen konnten.

Oh, ihr glaubt mir gar nicht was das für ein großartig, wundervollen (und noch dazu kostenloses) Spektakel das war. Heimspiele sind doch halt immer die besten. Regen? Scheiß drauf! Wir tanzen trotzdem. Platzmangel? Blödsinn! Wir kletter einfach auf nen Dachvorsprung! Nun ja nicht wir, wir standen in der Menge, aber gefühlt 200 andere haben das gemacht. Wir haben gelacht, gesungen und uns wieder einmal gefühlt wie mit 15 im MuK. Und für die, die es noch nicht mitbekommen haben.. JA, "Stadt ohne Meer" ist dem lieben Gießen gewidmet. Möchte einer raten was das für ein Gefühl war, als die Jungs es als Zugabe spielten? Noch einmal ein riesen großes Dankeschön an Gutburgerlich, die das alles ermöglicht haben!

Aber das war dieses Jahr noch nicht das Ende der Geschichte. Das diesjährige Reeperbahn Festival war leider nicht so voller Musiker bzw. die Timeline war nicht so gut gelegt, dass ich mir ein Tagesticket hätte kaufen wollen und für ein 4-Tage Ticket, tja da fehlte mir einfach das Geld. Doch wer gedacht hat (inklusive mir) ich würde deswegen gar nichts vom Festival mitbekommen, der hat die Rechnung nicht mit Viva con Agua gemacht. Denn dank diesen guten Menschen gab es eine kleine, feine, freie Bühne auf der Reeperbahn. Und siehe da: ein zweites Mal OK KID für mich.



Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, nichts wie hin da. Wären meine 5-Minuten-bevor-ich-losgehen-muss-kommt-noch-ne-Idee-Ideen nicht, dann wär ich wahrscheinlich nicht ich und so gab es spontan das erste Schild, dass ich in meinem Leben während eines Auftritts hochgelahalten habe. Ich war zwischenzeitlich selbst peinlich berührt, doch das ganze kam nicht nur gut auf Fotos, sondern auch bei der Band selbst an. Also, was sagt uns das? Einfach mal machen, nicht so viel drüber nachdenken!

Der Auftritt auf dem Reeperbahnfestival war generell etwas Remix lastiger (also volle Kanone!) aber das fand ich umso besser, so hatte ich gleich zwei verschiedene Shows in einem Jahr gesehen - im Prinzip. Und der Remix von "Zuerst war da ein Beat" hat einfach alles umgehauen. Bitte mehr davon, auf CD, auf Spotify, egal wo!

HEIMATLIEBE UND SO ♥

Kommentare :

  1. Witzig. Ich hab OK KID vorletztes Jahr auf nem kleinen Festival bisschen außerhalb von München gesehen und es hat auch geregnet...es war uns aber auch kackegal...und mega schön war's auch! Super Jungs!

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  2. ach schön :) das mit dem schild finde ich eine coole idee, ich habe glaube noch nie eins hochgehalten, geschweige denn gebastelt :D

    ich will auch mal ok kid sehen (an diesem punkt verschweige ich, dass sie vor 3 jahren oder so hier gespielt haben und ich nicht hingegeangen bin, ich trottel)

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  3. Das mit der Heimatliebe kenn ich und OK KID sowieso :D Live habe ich sie zwar bisher noch nicht gesehen, aber ihre Musik ist ganz wunderbar :) Und Heimatverbundenheit kann man natürlich nur unterstützen. Klar, man muss auch irgendwann mal die Welt sehen aber wenn man in die alte Hood kommt, dann ist es trotzdem wieder schön wie eh und je :)

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  4. Ich bin ja im Team des Rocken am Brocken Festivals im schönen Harz, wo OK KID und dieses Jahr auch beehrten. Ich hatte da auch einen Moment, der mindestens mit genauso viel Freude erfüllt war: Von hinten auf die Bühne steigen, der Band im Rücken stehen, die tanzende Menge sehen (es war eines der ersten Konzerte des Festivals). Konfetti fliegt, Schilder wippen im Takt. Dann durch den Backstage vor die Bühne huschen und mit Cora jedes weitere Lied mitgrölen. Perfekt!

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