The Ireland-Story #3: City Life and rough nights..

Diese Worte beschreiben Irland nicht gerade von seiner besten Seite und ich möchte betonen, dass das tatsächlich nicht überall der Fall ist.. aber dieser Anblick blieb mir doch schon sehr im Kopf kleben..! Aber bitte, versteht mich bloß nicht falsch. Killarney ist eine wunderschöne kleine Stadt! Vor allem tagsüber..

Es ist Punkt 1 als der Türsteher uns das erste mal freundlich darauf hinweist, dass der Pub demnächst schließt. Ich achte erst gar nicht so darauf, wir unterhalten uns ungezwungen weiter. Und doch ist es auffällig, dass es immer leerer wird. "Naja" sagt mein Ire "hier in Irland machen alle Pubs zwischen 1 und 2 zu." Ach was. Bei uns gibt es auch Zeiten, an die sich aber bisher noch kein einziger Kneipenbesitzer gehalten hat. Halb 2. Plötzlich werden die Lichter angeschaltet und wir drängen uns so schnell es geht mit den letzten 5 Gästen aus der Tür. So schnell ging es dann doch.
Da stehen wir nun, auf einer völlig überfüllten Straße. Fast alle Pubs sind gerade dabei ihre Türen zu schließen. Eigentlich bin ich schon müde. Die letzten Abende haben wir immer nur bis 12 ausgehalten, weil die Tage voll von Landschaft waren. Aber ich möchte den Abend so lang es geht auskosten. Irland mit einem Iren erleben, auch wenn es nur das Stadtleben ist. Man lernt eine ganz andere Seite kennen.
Natürlich gibt es auch Nightclubs, bekomme ich erzählt. "Möchtest du mal sehen, wie es da zugeht? Komm, wir laufen noch ein bisschen durch die Straßen bevor ich dich Heim bringe." Er erzählt und erzählt. So viele kulturelle Unterschiede. Das hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Klar, alles ähnlich, aber halt doch anders. Was mir besonders auffällt sind die 15 jährigen Mädels. Ja, das ist auch hier Gang und Gebe sich mit 15 in Highheels zu quälen mit kurzem Röckchen und 5 Tonnen Schminke, aber glaubt mir bitte eins.. SO KRASS wie in Irland habe ich das wirklich noch nirgends erlebt. Mitten auf der Straße liegen sie, voll zugedröhnt, kotzend und Höschen-Blitzer überall. So viel Unterwäsche sieht man nicht mal bei Stars, die unvorteilhaft aus einem Taxi steigen und das dann am nächsten Morgen in jeder Zeitung zu sehen ist. Das ist schlimmer als auf der Reeperbahn. Jetzt mal ehrlich!



Streets of Killarney // ich und die Straße voller Pubs und Nightclubs

"Ja.. das ist irgendwie das irische Nachtleben. Natürlich ist das jetzt hier ne krasse Ecke. Es gibt auch ruhigere, gesittetere Ecken, aber das hier... damit befasst sich jede irische junge Person mal. Und die Frauen. Ja ja die Frauen. Wie ist das bei euch?" Ich erzähle, dass wir durchaus in der Lage sind die Männer selber anzusprechen. Keine Scheu davor haben auch mal den ein oder anderen Drink auszugeben (auch wenn wir die doch immer noch gerne ausgegeben bekommen) und sehr wohl in die Flirtoffensive gehen können. D. lacht. "Warum sind irische Frauen nicht, wie deutsche? Hier takeln sich alle auf, als wäre das ihr letzter Abend und dann stehen sie nur an der Bar und warten. Kein Blick, kein Lächeln, nur gewolltes und nicht gekonntes erotisches rumrekeln.. und dann sollen wir ankommen."
Wir biegen ab. Weg von den grölenden Touristen, die ausgelassen zwischen den genau so betrunkenen Iren rumtänzeln. Man sieht auch hier keine Sterne, aber das sollen wir noch nachholen. Es ist unglaublich, dass man den ganzen Lärm, der da unten vor sich geht, eine kleine Straße weiter schon nicht mehr hört. Tagsüber rauben die Straßen mit den kleinen alten Läden und Schildern, den vielen bunten Häusern einem den Verstand. Man fühlt sich wie in eine andere Zeit versetzt. Und abends, da herrscht dann wieder das normale Chaos. Nichts desto trotz ist Killarney eine wunderschöne kleine Stadt!
Vielleicht ist das auch ein Grund warum viele Iren noch viel mehr mit der Natur verbunden sind, als wir hier zu Lande (oder zu Stadte). Ohne diesen Ausgleich einfach mal durch Hügel und Bergketten fahren, Stunden auf dem Boot verbringen, würden die am Abend im Pub einfach früher oder später einen zu viel bekommen.
Und dazu muss man sagen.. Killarney, die größte Stadt in der ich bisher in Irland war, hat so viele Einwohner, wie das kleine Dorf (!!!) aus dem ich komme. Das ist einfach faszinierend.



Streets of Killarney // das Gesicht zu meinen vielen Worten.. "mein" Ire und ich

Kommentare :

  1. Tolle Bilder !
    Liebste Grüße:)
    -
    http://bedeutungsvolle-momente.blogspot.de/

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  2. Eieiei - das finde ich immer ganz traurig wenn sich Teeniemädels so richtig billig auftakeln und dann irgendwann sturzbetrunken in irgendeiner Ecke landen - ganz ganz traurig sowas.
    Aber: Die Bilder, die du postest und was du so schreibst, lässt mich Irland auf meiner inneren "to-travel-Liste" doch nochmal deutlich unterstreichen - hoffentlich habe ich dieses Jahr mal ein paar Tage frei, um ein bisschen Urlaub zu machen
    Liebste Grüße

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    1. Also das ganze auftakeln war da schon richtig heftig!!
      Aber es freut mich, dass ich dich trotzdem dafür begeistern kann. Irland ist trotzdem einfach ein Plätzchen Frieden auf dieser Welt. Konnte ich mir vorher nicht so vorstellen. Besser gesagt nicht in diesem Ausmaß!
      Jaa, ich wünsche dir, dass du das hin bekommst :) Fahr auf jeden Fall, wenn du kannst in den Südwesten. Sogar die Iren selber sagen, dass es da die schönsten Orte gibt :)

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  3. Hey, vielen Dank für deinen lieben Kommentar :)!
    Wenn du dir überlegst Au pair zu machen und dich in das Land verliebt hast, dann kann ich dir nur sagen: MACH ES :D!!! Ich glaube nicht, dass du es bereuen wirst :)! Solange die Gastfamilie halbwegs passt kannst du echt nur davon profitieren und du wirst die Zeit ein Leben lang nicht vergessen!

    Liebe Grüße,
    VA

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